Frauke Brosius-Gersdorf: Petition für Juristin nach Richterwahl

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

Deutschland,

Nach der gescheiterten Richterwahl formiert sich Rückhalt für Frauke Brosius-Gersdorf. Eine Petition fordert ihren Einsatz als Verfassungsrichterin.

Brosius-Gersdorf spd cdu
Nach der gescheiterten Richterwahl formiert sich Rückhalt für Frauke Brosius-Gersdorf. (Archivbild) - dpa

Die Nominierung von Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht sorgte für heftige politische Auseinandersetzungen. Die Union lehnte die SPD-Kandidatin ab, die Wahl scheiterte am nötigen Quorum.

Daraufhin entstand eine Petition, gegründet von Anna Ohnweiler der Initiative «Omas gegen Rechts». Sie setzt sich für Brosius-Gersdorf als Richterin ein und kritisiert die Hetzkampagne gegen die Staatsrechtlerin, wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet.

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Bis zum Mittag unterstützten bereits über 37'000 Menschen das Online-Anliegen. Die Petition ruft dazu auf, gesellschaftlichen und politischen Rückhalt zu zeigen.

Frauke Brosius-Gersdorf: Wissenschaftler fordern respektvollen Umgang

Nicht nur Bürger, auch zahlreiche Wissenschaftler zeigen Solidarität. Sie prangern das Vorgehen gegen Brosius-Gersdorf als schädlich für Wissenschaftsfreiheit und Justiz an.

Der Verfassungsblog verweist auf einen offenen Brief von Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung und Justiz. Darin wird vor den Folgen der öffentlichen Angriffe auf die Kandidatin gewarnt.

Frauke Brosius-Gersdorf
Die von der sozialdemokratischen SPD vorgeschlagene Juristin Brosius-Gersdorf muss nun entscheiden, ob sie sich zurückzieht. (Archivbild) - dpa

Man betont den exzellenten Ruf Brosius-Gersdorfs in der Fachwelt. Persönliche Ansichten seien von der akademischen Qualifikation zu trennen.

Debatte um politische Einflussnahme

Die Diskussion zeigt, wie kontrovers Richterwahlen in Deutschland sein können. Während SPD und Wissenschaft zur Kandidatin stehen, lehnt ein Teil der Opposition sie weiterhin ab.

Laut der «Tagesschau» bleibt offen, wann und ob die Wahl wiederholt wird. Die Grünen fordern eine schnelle Entscheidung, um das Bundesverfassungsgericht nicht zu beschädigen.

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Kommentare

User #1190 (nicht angemeldet)

Das Problem ist das man von ihr genauso einen respektvollen Umgang erwarten möchte, wie sie es auch fordert. Sie kann nicht nach ihrem Gutdünken gewisses so und so andeuten und danach auf korrekt wissenschaftlicher Basis angeblich, sich in Talk-Shows verteidigen. Die SPD wimusste weshalb sie sie nicht wolle. Diese "Omas"sind eh ein Instrument der CDU, um alles womit sie eben nicht durchkommen, durch eine angeblich unabhängige Gruppe lautstark verteidigen zu lassen. Lächerliche Angelegenheit...auch bei der Fragerunde mit Fr.Dr.Alice Weidel in der ARD wurde das Gespräch durch paar Köpfe lautstark gestört. Aber es hat wieder Aufmerksamkeit für Weidel geweckt und ihre Anhänger werden mehr und mehr. Es dind die einzigen Politiker zur Zeit die klar und deutlich und unmissverständlich alle Probleme im Land zur Sprache bringen. Momentan gibt's 2-3 Themen die im Vordergrund stehen. Diese bringen sie hauptsächlich vor.

User #5656 (nicht angemeldet)

37000 unbeglaubigte Petitionäre/Innen oder schlicht und einfach www -Adressaten/Innen, notabene von über 80 Millionen Einwohner/Innen, das ist eine absolute Minderheit. Zudem wählt der Bundestag, die Volksvertreter/Innen und die Kandidaten/Innen benötigen eine 2/3 -Mehrheit für die Wahl ins Verfassungsgericht. Hier wird wieder mit der grössten Kelle angerichtet, bis an die Schmerzgrenze aufgebauscht. Fb

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