Frankreich willl Ölhafen in Saudi-Arabien schützen

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Frankreich,

    Frankreich will Soldaten und Verteidigungssysteme nach Saudi-Arabien schicken. Sie sollen den wichtigen Ölhafen Yanbu vor Huthi-Angriffen schützen.

    Emmanuel Macron Frankreich
    Frankreich will unter Präsident Emmanuel Macron den wichtigen Ölhafen Yanbu in Saudi-Arabien militärisch schützen. (Archivbild) - keystone

    Frankreich will Soldaten und militärische Systeme nach Saudi-Arabien entsenden. Präsident Emmanuel Macron kündigte den Einsatz zum Schutz des Ölhafens Yanbu am Roten Meer an.

    Wie die «Tagesschau» berichtet, soll die französische Unterstützung nicht einem direkten Kriegseintritt dienen. Macron erklärte, Frankreich wolle die dortige Ölinfrastruktur schützen und sich nicht in den Konflikt einmischen.

    In Yanbu endet die wichtige Ost-West-Ölpipeline. Sie transportiert Rohöl von den Förderstätten am Persischen Golf zur saudischen Küste am Roten Meer.

    Alternative Route für saudisches Öl

    Die Pipeline ermöglicht Saudi-Arabien, die seit Beginn des Iran-Kriegs blockierte Strasse von Hormus zu umgehen. Dadurch ist Yanbu für den Transport und Export des saudischen Öls besonders wichtig.

    Laut der «ZDFheute» wurde die rund 1200 Kilometer lange Pipeline nach Angriffen der Huthi-Miliz zunächst vorsorglich stillgelegt. Inzwischen soll wieder Öl fliessen, allerdings wegen der entstandenen Schäden mit deutlich geringerer Menge.

    Soll Frankreich den Ölhafen in Saudi-Arabien militärisch schützen?

    Über Yanbu könnten täglich bis zu fünf Millionen Barrel Rohöl verladen werden. Macron verwies laut der «Tagesschau» deshalb auf mögliche Auswirkungen der Lage auf die internationalen Öl- und Treibstoffpreise.

    Frankreich setzt auf Luftverteidigung

    Welche Truppenstärke und welche militärischen Systeme Frankreich entsenden will, liess Macron zunächst offen. Seine Erwähnung von Radaranlagen deutet der «Tagesschau» zufolge auf einen Schwerpunkt bei der Flugabwehr hin.

    Auch die «ZDFheute» schreibt von der geplanten Entsendung von Soldaten, Radarsystemen und Verteidigungssystemen. Ein Einsatz französischer Kampfflugzeuge sei derzeit nicht vorgesehen, sagte Macron.

    Die Huthi-Miliz hat ihre Position am Roten Meer zuletzt ausgebaut. Sie kontrolliert die jemenitische Küste am Roten Meer sowie strategisch wichtige Inseln.

    Bab al-Mandab wird wichtiger

    Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit mit dem Indischen Ozean. Für saudische Ölexporte nach Asien ist die Route deshalb von besonderer Bedeutung.

    Die «Zeit» berichtet, die Huthi kontrollierten nach einer Offensive grosse Teile der jemenitischen Küste. Zuvor hatte die Miliz eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und Ziele im Königreich angegriffen.

    Ölhafen Yanbu in Saudi-Arabien
    Frankreich will den wichtigen Ölhafen Yanbu in Saudi-Arabien vor möglichen Huthi-Angriffen schützen. (Archivbild) - keystone

    Saudi-Arabiens Exportroute über das nördliche Rote Meer und den Suez-Kanal nach Europa ist laut der «ZDFheute» derzeit weiterhin nutzbar. Frankreich konzentriert seine angekündigte Unterstützung damit zunächst auf den Schutz der saudischen Ölinfrastruktur in Yanbu.

    Kommentare

    User #6021 (nicht angemeldet)

    Macron schaut nie inneres Land Frankreich und viele Fehler gemacht hat.

    User #9916 (nicht angemeldet)

    Die "Anne de Kiew" Brigade macht einen zweiten Versuch bemerkt zu werden. 😂😂

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