Frankreich und Italien fordern Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge in der EU

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    Italien,

    Frankreich und Italien haben sich gemeinsam für die Schaffung eines Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge in der EU ausgesprochen.

    Macron (links) und Conte in Rom
    Macron (links) und Conte in Rom - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Italien und Frankreich fordern einen Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge in der EU.
    • Das sagte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron nach einem Treffen in Rom.

    Staaten, die eine Beteiligung verweigern, sollten mit finanziellen Strafen belegt werden, erläuterte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron nach einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte am Mittwochabend in Rom.

    Beide Länder wollten in der Flüchtlingspolitik künftig eine «gemeinsame Position vertreten», sagte Macron. Alle Mitgliedstaaten müssten sich «in der einen oder anderen Weise» an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen oder anderenfalls finanziell bestraft werden.

    Gleichzeitig setzten sich Macon und Conte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Rom für eine «effizientere» Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihre Herkunftstaaten ein.

    Erster Staatsbesuch seit neuer Regierung

    Der Besuch des französischen Präsidenten war der erste eines europäischen Staats- oder Regierungschefs seit dem Amtsantritt der neuen italienischen Regierung aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten.

    Unter der Vorgängerregierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und der rechtsradikalen Lega hatte der Streit um die Flüchtlingspolitik zu einer Krise in den Beziehungen zwischen Frankreich und Italien geführt: Macron warf Rom «Zynismus» und «Verantwortungslosigkeit» vor, weil Italien seine Häfen für Rettungsschiffe geschlossen hielt.

    Mehrere EU-Innenminister, darunter diejenigen von Frankreich, Deutschland und Italien, treffen sich am kommenden Montag in Malta zu Gesprächen über die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU.

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