Frankreich nimmt britische Rechtsextremisten in Calais fest
Frankreich hat in Calais zwei britische mutmassliche Rechtsextremisten in Polizeigewahrsam genommen, die gegen die Migration über den Ärmelkanal gehetzt haben sollen.

Die beiden Männer sollen für die rechtsextreme britische «Operation OverLord» in den sozialen Netzwerken diskriminierende Videos verbreitet haben, wie die Staatsanwaltschaft in Arras mitteilte. Sie sollten abgeschoben werden, da sie eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstellten.
Angesichts verstärkter Aktionen britischer Rechtsextremisten gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer hatten zwei Departements an der nordfranzösischen Küste die britische Gruppierung vorübergehend verboten. Mitte Januar erst hatte Frankreich zehn britische Rechtsextremisten ausgewiesen, die an der Küste Flüchtlingsboote zerstört und Propaganda gegen Migration verbreitet haben sollen. Den als Aktivisten der britischen Bewegung «Raise the colours» identifizierten Briten wurden Einreise und Aufenthalt in Frankreich untersagt.
In grosser Zahl überqueren Migranten seit Jahren von Nordfrankreich aus in kleinen Booten den Ärmelkanal, um Grossbritannien zu erreichen. Grossbritannien versucht seit längerem, die Migration auch mit französischer Hilfe einzudämmen, und zahlt dafür Millionensummen an Paris.
Knapp 41.500 Migranten erreichten nach britischen Angaben im vergangenen Jahr nach der gefährlichen Überfahrt über die Meerenge Grossbritannien. Dort werden die Migration und Massnahmen zu ihrer Begrenzung seit langem hitzig debattiert. Rechtspopulisten und Konservative forderten zuletzt ein härteres Vorgehen.










