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Kantonsrat will Daten zu Pestiziden in Naturschutzgebieten

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Der Zürcher Kantonsrat hat einen Bericht zu Pestiziden in Naturschutzgebieten gefordert. Mit 85 zu 80 Stimmen überwies er am Montag ein entsprechendes Postulat.

Sind die Zürcher Naturschutzgebiete durch Pestizide belastet (im Bild die Allmend Katzensee)? Der Kantonsrat will es genauer wissen. (Symbolbild)
Sind die Zürcher Naturschutzgebiete durch Pestizide belastet (im Bild die Allmend Katzensee)? Der Kantonsrat will es genauer wissen. (Symbolbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Die Resultate sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, der Regierungsrat wird um eine Erhebung gebeten. Wie Erstunterzeichner Thomas Forrer (Grüne, Erlenbach) ausführte, seien Pestizide schon auf Feldern des Biolandbaus und Spielplätzen nachgewiesen worden – wegen Ferntransports. Dies könne durch Aerosole oder Abdrift passieren.

Eine Studie habe weiter in Biotopen von nationaler Bedeutung Pestizide nachgewiesen, «die Grenzwerte wurden bis um das 25-fache überschritten», sagte Forrer. Er wolle nicht der Landwirtschaft generell einen Vorwurf machen, doch der Kanton solle genauer hinschauen.

Urs Wegmann (SVP, Neftenbach) war als Landwirt angesprochen. «In einer perfekten Welt bräuchte es Politiker und Pflanzenschutzmittel nicht», meinte er. Das Postulat sah er als «Zwängerei». Es habe sich viel geändert in der Landwirtschaft.

Manuel Sahli (AL, Winterthur) hielt dagegen, dass der Regierungsrat für den Schutz der Naturschutzgebiete zuständig sei. «Wir wollen Fakten erheben und können vielleicht dafür sorgen, dass die Pestizidbelastung abnimmt», sagte er.

Die meisten Gegnerinnen und Gegner des Postulats verwiesen auf den Bund. Dieser sei für Pflanzenschutzmittel zuständig und arbeite einen eigenen Bericht aus. «Die Kantone sind dabei eng eingebunden», sagte Marzena Kopp (Mitte, Meilen).

Der Kantonsrat überwies das von Grünen, SP, GLP, EVP und AL getragene Postulat. Konkret soll der Regierungsrat nun veranlassen, die Belastung durch Pestizide in den Naturschutzgebieten zu ermitteln. Auch wie die Pestizide in die Gebiete gelangen und wie das vermieden werden kann, soll aufgezeigt werden.

Kommentare

User #6223 (nicht angemeldet)

Jede Trinkwasserquelle müsste Pfas, Herpizide und Pestizide, Arsen und Bleigehalt, angeben müssen.

User #5037 (nicht angemeldet)

Naturschutzgebiete haben dehnbare Begriffe was das konkret bedeutet. Z.B. wird man von sogenannten Ranger darauf hingewiesen das man ja nicht 5cm vom Weg abkommen darf, aber fahren mit dem Traktor durchs Ried um es zu mähen, sowie Baumschnitt, Bachpflege etz. Nennt es doch Parkanlage und nicht Naturschutzgebiet. Und wieso muss das alles Rollstuhlgängig und herausgesucht Aussehen. Die Natur ist nicht immer "schön"

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