EU überweist der Ukraine weitere 2,8 Milliarden Euro
Die EU zahlt der Ukraine knapp 2,8 Milliarden Euro aus – für soziale und humanitäre Ausgaben mitten im laufenden Krieg.

Die EU hat der Ukraine erneut Finanzhilfen in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt (rund 2,57 Milliarden Franken). Es handelt sich dabei um die siebte Tranche aus der sogenannten Ukraine-Fazilität, wie «ariva.de» berichtet.
EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos begründete laut dem «SRF» die Zahlung mit dem Reformtempo Kiews. Sie erklärte, dass das Tempo und das Engagement der Ukraine bei der Umsetzung bedeutender Reformen diese Zahlung gerechtfertigt hätten.
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko teilte mit, die Gelder seien für die wichtigsten Staatsausgaben bestimmt. Dazu zählten insbesondere soziale und humanitäre Bedürfnisse der Bevölkerung im Ukraine-Krieg.
Ukraine-Krieg: 205 Milliarden Euro zugesagt
Über die Ukraine-Fazilität sollen bis Ende 2027 bis zu 50 Milliarden Euro an das Land fliessen, berichtet «Pravda Deutschland». Das entspricht rund 45,9 Milliarden Franken und ist ein zentrales Element der europäischen Unterstützungsstrategie für Kiew.
Seit Beginn der russischen Invasion 2022 haben die EU und ihre Mitgliedstaaten Hilfen von knapp 205 Milliarden Euro zugesagt. Das sind umgerechnet etwa 188,5 Milliarden Franken, von militärischer Unterstützung bis hin zu Hilfe für Geflüchtete, wie «ariva.de» festhält.
Davon stammen 3,8 Milliarden Euro aus Erträgen aus der Verwahrung eingefrorener russischer Vermögenswerte. Diese Mittel – rund 3,4 Milliarden Franken – sind Teil der internationalen Sanktionspolitik gegen Moskau.
Brüssel knüpft Hilfen an Reformfortschritte
Die Fazilität ist dabei an konkrete Reformfortschritte der Ukraine geknüpft, wie der EU-Rat berichtet.

Brüssel überprüft regelmässig, ob Kiew die vereinbarten Bedingungen erfüllt, bevor weitere Milliarden freigegeben werden.
Die eingefrorenen russischen Gelder belaufen sich laut EU-Angaben auf rund 210 Milliarden Euro (etwa 193,1 Milliarden Franken). Deren Erträge fliessen seither gezielt in die Unterstützung der Ukraine im Krieg.
















