Die EU-Aussenminister wollen neue Sanktionen gegen Russland wegen der Teilmobilmachung prüfen. So stehen Einzelpersonen und Branchen im Fokus.
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Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell. - sda
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU prüft, weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.
  • Diese könnten sich auf Einzelpersonen und bestimmte Branchen beziehen.
  • Russland hat am Mittwoch die Mobilmachung von 300'000 Reservisten angekündigt.

Die Aussenminister der Europäischen Union haben bei einem Sondertreffen am Mittwoch die Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf dessen Teilmobilisierung für den Krieg in der Ukraine erörtert.

«Wir werden neue restriktive Massnahmen prüfen, wir werden sie verabschieden», sagte der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell Journalisten nach dem Treffen am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Eine endgültige Entscheidung müsse jedoch bei einer formellen Sitzung getroffen werden, fügte er hinzu.

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Die Schweiz übernimmt die EU-Sanktionen,. Foto: Michael Stahl/epa/dpa - dpa-infocom GmbH

Borrell deutete an, dass neue Sanktionen sich sowohl gegen Einzelpersonen als auch auf bestimmte Branchen beziehen würden.

Putin hatte am Mittwochmorgen in einer Fernsehansprache die Teilmobilmachung der Russen im wehrfähigen Alter angekündigt. Nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu sollen 300'000 Reservisten die russischen und separatistischen Kräfte im Süden und Osten der Ukraine verstärken. Die Teilmobilmachung wurde von westlichen Staaten scharf kritisiert.

Borrell und Bundesaussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) werden am Donnerstag an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Ukraine-Krieg teilnehmen.

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