EU

EU-Gericht erklärt Entscheidungen zu Abkommen mit Marokko für nichtig

AFP
AFP

Luxemburg,

Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat zwei Entscheidungen des Rats zu Abkommen mit Marokko für nichtig erklärt.

Westsahara
Bei einem Bombenanschlag gab es laut algerischen Berichten drei Todesfälle. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Klage von Westsahara-Bewegung Frente Polisario erfolgreich.

Es ging um die Frage, ob Marokko und die EU über die Westsahara ohne die Zustimmung von deren Bewohnern entscheiden dürfen. Das Gericht gab der Befreiungsbewegung der Westsahara, Frente Polisario, grösstenteils Recht. (Az. T-279/19 u.a.)

Das rohstoffreiche Gebiet Westsahara an der Atlantikküste ist seit langer Zeit umstritten. Marokko beansprucht es für sich, wohingegen Frente Polisario einen unabhängigen Staat fordert. Der Europäische Gerichtshof entschied bereits in den Jahren 2016 und 2018, dass ein Agrarabkommen der EU mit Marokko und ein Fischereiabkommen die Westsahara nicht einbeziehen dürften. Als Reaktion vereinbarte der Rat mit Marokko Änderungen, die Frente Polisario vor Gericht angriff.

Das EuG entschied nun, dass der Rat nicht alle relevanten Faktoren bedacht habe. Er habe zu Unrecht angenommen, dass es bei dem Thema einen Spielraum gebe. Die Zustimmung der Bewohner der Westsahara sei zu Unrecht nicht eingeholt worden. Die Ratsentscheidungen wurden daher für nichtig erklärt - allerdings bleiben sie vorerst bestehen, um die Rechtssicherheit der internationalen Verpflichtungen der EU zu wahren, wie das Gericht weiter erklärte.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

sdf
393 Interaktionen
Über ein Jahr
Egerkinger Komitee
743 Interaktionen
Aufruf zu Hass?

MEHR IN POLITIK

Washington
6 Interaktionen
Athen
1 Interaktionen
Kopenhagen
48 Interaktionen
Bern

MEHR EU

29 Interaktionen
Bern
3 Interaktionen
Aargau
Dünger
9 Interaktionen
Brüssel
Itamar Ben Gvir
20 Interaktionen
Empörung hält an

MEHR AUS LUXEMBURG

Euro
17 Interaktionen
Luxemburg
EZB vor Bankenskyline Frankfurt
10 Interaktionen
Teuerung
2 Interaktionen
Luxemburg
Abschiebungen
1 Interaktionen
Luxemburg