EU

EU-Aussenminister wollen Sanktionen gegen Belarus verschärfen

AFP
AFP

Belgien,

«Wir werden die Sanktionen weiter verschärfen», sagte Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Flüchtlinge in  Lager in  belarussischer Region Grodno
Flüchtlinge in Lager in belarussischer Region Grodno - BELTA/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell kündigte «ein neues Sanktionspaket» an.
  • Das «Instrumentalisieren von Flüchtlingen» soll demnach unter Strafe gestellt werden.

Im Flüchtlings-Konflikt mit Belarus wollen die Aussenminister der Europäischen Union den Druck auf Minsk erhöhen: «Wir werden die Sanktionen weiter verschärfen», sagte Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Auch der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell kündigte «ein neues Sanktionspaket» an.

Maas nannte «harte Wirtschaftssanktionen unumgänglich». Die Aussenminister wollen nach Angaben von EU-Diplomaten ein neues Sanktionsregime beschliessen, das das «Instrumentalisieren von Flüchtlingen» und die Schleusung von Migranten erstmals unter Strafe stellt. Die neuen Strafmassnahmen sollen nach Borrells Worten Fluggesellschaften, Reisebüros und andere Verantwortliche treffen, die Belarus unterstützen.

Maas: «Keine vernünftige Alternative»

Maas sagte, zu dem «Weg der Härte» gebe es «keine vernünftige Alternative», da sich der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko bisher nicht zum Einlenken bereit zeige. «Wir sind noch lange nicht am Ende der Sanktionsspirale angelangt», betonte er.

Die EU wirft Lukaschenko vor, absichtlich Flüchtlinge in die EU zu schleusen, um Vergeltung für frühere Sanktionsbeschlüsse zu üben. Tausende Menschen vor allem aus dem Nahen Osten sitzen derzeit bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an der Grenze zu den EU-Mitgliedstaaten Polen, Litauen und Lettland fest.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

6 Interaktionen
Brüssel/Warschau/Minsk
Lukaschenko
61 Interaktionen
Gegenwehr

MEHR IN POLITIK

3 Interaktionen
Moskau
Daniel Jositsch
6 Interaktionen
Bern
29 Interaktionen
Beirut
12 Interaktionen
London

MEHR EU

Erdbeben Venezuela
8 Interaktionen
Brüssel
Strom
1 Interaktionen
Ausbau beschleunigen
Pharmakonzern Sanofi
Gegen Sanofi
Ukrainer
28 Interaktionen
In der EU

MEHR AUS BELGIEN

lüttich
3 Interaktionen
Brüssel
Shein
6 Interaktionen
Brüssel
Pauschalresien
2 Interaktionen
Brüssel
2 Interaktionen
Für Somalier