Nach 16 Monaten als Sprecherin des US-Präsidenten Joe Biden verlässt Jen Psaki das Weisse Haus. In einem letzten Briefing findet sie berührende Worte.
Jen Psaki
Jen Psaki verlässt das Weisse Haus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Jen Psaki war 16 Monate lang Sprecherin des Weissen Hauses.
  • Nun tritt die 43-Jährige von ihrem Job zurück und findet Abschlussworte.

Abschied vom Briefing-Raum im Weissen Haus in Washington: Nach fast 16 Monaten als Sprecherin von US-Präsident Joe Biden stellte sich Jen Psaki zum letzten Mal den Fragen der Korrespondenten.

«Ich habe mir versprochen, dass es nicht emotional werden würde.» Das sagte die 43-Jährige - die zwischenzeitlich dennoch mit ihren Gefühlen zu kämpfen hatte. Psaki gehörte zu den prominenten Gesichtern der Regierung des Demokraten Biden. Mit der bisherigen Vizesprecherin Karine Jean-Pierre (44) übernimmt nach Psaki erstmals eine schwarze Frau den wichtigen Posten.

Psakis Weggang zeichnete sich bereits im April ab. Sie selber äusserte sich nicht zu weiteren Berufsplänen. Nach Medienberichten soll sie aber zum liberalen Fernsehsender MSNBC wechseln. Psaki dankte am Freitag dem US-Präsidenten und der First Lady Jill Biden, ihrem Team sowie den Korrespondenten.

«Gelebte Demokratie»

«Sie haben mich herausgefordert, Sie haben mich gedrängt, Sie haben mit mir debattiert, und manchmal waren wir nicht einer Meinung», sagte sie. «Das ist gelebte Demokratie.» Die Mutter von zwei kleinen Kindern dankte ausserdem ihrem Ehemann.

Psaki sagte weiter, als sie nach dem Wahlsieg mit Biden über ihre künftige Rolle gesprochen habe, sei es darum gegangen, «Integrität, Respekt und Höflichkeit ins Weisse Haus zurückzubringen». Unter den Sprecherinnen und Sprechern von Biden-Vorgänger Donald Trump waren die werktäglichen Pressekonferenzen abgeschafft worden.

Trump bezeichnete kritische Medien als «Feinde des Volkes». Mit Psaki kehrten die regelmässigen Pressekonferenzen und ein respektvoller Umgang mit den Journalisten im Briefing-Raum zurück.

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