Drei junge Afrikaner in Malta wegen mutmasslicher Schiffskaperung angeklagt

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    Malta,

    Drei junge Afrikaner, die ein Tankschiff mit Migranten an Bord auf dem Weg nach Libyen umdirigiert haben sollen, sind am Samstag in Malta angeklagt worden.

    Bewaffneter Polizist im maltesischen Hafen Valletta
    Bewaffneter Polizist im maltesischen Hafen Valletta - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gerettete Migranten hatten Tanker auf dem Weg nach Libyen umdirigiert.

    Den 15-, 16- und 19-Jährigen aus Guinea und der Elfenbeinküste drohen bei einer Verurteilung wegen Terrorvorwürfen bis zu 30 Jahre Haft. Ein maltesisches Sondereinsatzkommando hatte das Schiff am Donnerstag auf offenem Meer übernommen und in den Hafen Valletta gebracht.

    Der Tanker «Elhiblu I» hatte am Dienstagabend in internationalen Gewässern vor Libyen mehr als hundert Schiffbrüchige aufgenommen, die nicht zurück in das nordafrikanische Land wollten. Die unter der Fahne von Palau fahrende «Elhiblu I» befand sich etwa sechs Seemeilen vor dem libyschen Hafen Tripolis, als sie plötzlich umsteuerte und Kurs Richtung Norden nahm. Nach der Übernahme durch die maltesische Marine und der Ankunft in Valetta wurden fünf Migranten festgenommen.

    Zahlreiche im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge haben sich in den vergangenen Monaten dagegen gewehrt, in Libyen an Land zu gehen. Erst vergangene Woche hatte der UN-Vizegeneralsekretär für Menschenrechte, Andrew Gilmour, von Folter und Vergewaltigungen berichtet, die Migranten in dem nordafrikanischen Land erwarteten.

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