Maltas Premier ruft vorgezogene Neuwahl aus
Maltas Ministerpräsident Robert Abela hat die eigentlich für Anfang kommenden Jahres erwartete Parlamentswahl auf den 30. Mai vorgezogen.

Der Chef der sozialdemokratischen Regierungspartei Labour (MLP) gab den Termin der Parlamentswahl in einer Fernsehansprache bekannt. Spekulationen über eine vorgezogene Neuwahl hatte es bereits seit Wochen gegeben.
Die Wahl findet damit etwas mehr als vier Jahre nach Beginn der fünfjährigen Amtszeit der Labour-Regierung statt. Abela (48) führte seine Partei 2022 zu ihrem bislang grössten Wahlsieg und gewann damals mit fast 40.000 Stimmen Vorsprung. Bei der Europawahl 2024 siegte Labour allerdings nur noch mit einem Vorsprung von etwa 8.000 Stimmen.
In seiner kurzen Ansprache verwies der Regierungschef des kleinsten EU-Landes auf die globale Energiekrise, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde. Abela versicherte, dass seine künftige Regierung einen langfristigen Plan habe, um Stabilität bei Strom-, Wasser- und Treibstoffpreisen zu gewährleisten.
Umfragen sehen Abelas Labour-Partei vor der konservativen Nationalist Party (PN) von Oppositionsführer Alex Borg (30). Borg wurde erst vor sechs Monaten zum Vorsitzenden seiner Partei gewählt, der auch die EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola angehört. Der Wahlkampf dürfte vor allem von innenpolitischen Themen angesichts der Weltlage dominiert werden.










