Demokratische Bundesstaaten klagen gegen Trumps neue Zölle

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USA,

Zahlreiche demokratisch regierte US-Bundesstaaten klagen gegen die jüngst von Präsident Donald Trump verhängten Zölle gegen 60 internationale Handelspartner. Zu diesen Handelspartnern zählt auch die Schweiz.

Trump verhängte jüngst neue Importgebühren für 60 Handelspartner, darunter die Schweiz. Demokratisch regierte US-Bundesstaaten wollen das von einem Gericht verbieten lassen. (Archiv...
Trump verhängte jüngst neue Importgebühren für 60 Handelspartner, darunter die Schweiz. Demokratisch regierte US-Bundesstaaten wollen das von einem Gericht verbieten lassen. (Archiv... - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Die Bundesstaaten werfen der US-Regierung vor, unter dem Vorwand, Zwangsarbeit im globalen Handel bekämpfen zu wollen, erneut weitreichende Zölle einzuführen, wie aus der Klageschrift hervorgeht, die dem United States Court of International Trade (CIT) – einem Bundesgericht für internationales Handels- und Zollrecht in New York – vorliegt. Die 25 klagenden Bundesstaaten sprachen von Willkür.

Wegen angeblich unzureichender Massnahmen gegen Zwangsarbeit hatte die Trump-Regierung auf Einfuhren von 60 Handelspartnern einen Zoll von 10 beziehungsweise 12,5 Prozent verhängt. Darunter fallen auch Produkte aus der Schweiz. Die Zölle sind seit 24. Juli in Kraft.

Die Schweiz nahm den neuen Zollsatz zur Kenntnis, wie das Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung nahm (WBF) am Tag des Inkrafttretens auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Jedoch wies es die im Rahmen der US-Untersuchungen vorgebrachten Vorwürfe zur Zwangsarbeit entschieden zurück.

«Der Gesamtzoll wird auf mindestens 12,5 Prozent angehoben, aber bestehende Meistbegünstigungszölle werden angerechnet. Damit steht die Schweiz gleich wie Japan und Südkorea, ist jedoch schlechter gestellt als die EU und Taiwan mit einem Gesamtzoll von zehn Prozent», teilte das WBF mit. Die Schweiz strebe weiterhin ein rechtsverbindliches Abkommen mit den USA an.

Die Zölle gelten zugleich nicht für den Import aller Waren. Ausgenommen sind laut US-Angaben unter anderem Produkte, die bereits bestimmten anderen Zöllen unterliegen, wie zum Beispiel Stahl und Aluminium.

Die neuen Zölle kamen aus Sicht der US-Regierung gerade rechtzeitig, um dem Wegfall globaler Zölle entgegenzuwirken, für die Trump sonst keine rechtliche Grundlage mehr gehabt hätte. Diese Zölle waren ein zeitlich befristeter Ersatz gewesen für ursprünglich globale Zölle, die Trump ab Frühjahr 2025 angekündigt hatte.

In einem wegweisenden Urteil hatte der Oberste Gerichtshof in den USA im Februar allerdings einen Grossteil dieser ursprünglichen Trump-Zölle kassiert. Der Supreme Court hatte entschieden, dass Trumps frühere Zölle gegen Dutzende Handelspartner – darunter die Schweiz – auf Basis eines Notstandsgesetzes rechtswidrig waren. Trump habe dabei seine Befugnisse als Präsident überschritten, urteilte eine deutliche Mehrheit der Richter.

In der Konsequenz muss die US-Regierung Milliarden an Zöllen wieder zurückzahlen. Seither sucht die Regierung nach anderen Möglichkeiten, Einfuhrgebühren zu erheben. Trump ist der Ansicht, dass es global ein Handelsungleichgewicht zulasten der USA gibt. Zölle sollten das ausgleichen.

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Kommentare

User #6906 (nicht angemeldet)

Die Zölle bezahlen die Amis! Ist auch richtig cool. Anders sind natürlich die 50 Stahlzölle der EU gegen die Schweizer! Diese können nicht einfach der Bevölkerung aufgebrummt werden. Das sind Knüppel zwischen die CH und leider versuchen die EU Turbolader dies zu vergessen. Richtig ist aber bei solchen Freunden braucht man keine Feinde!

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