Zahl der Firmenkonkurse steigt nach neun Monaten um einen Drittel
Die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz ist in den ersten neun Monaten des Jahres um über einen Drittel höher ausgefallen als noch im Vorjahr.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Konkurse in der Schweiz stiegen im Jahr 2026.
- Das Baugewerbe verzeichnete mit 1380 Fällen die meisten Konkurse.
- Appenzell Ausserrhoden meldete den stärksten Anstieg aller Kantone.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 stiegen Konkurse in der Schweiz. Besonders betroffen waren das Baugewerbe, die Gastronomie und der Detailhandel, wie die Wirtschaftsauskunftei Crif am Freitag in einer Analyse schreibt.
Insgesamt wurden im Zeitraum von Januar bis September 2026 insgesamt über 11'412 Unternehmen der Konkurs eröffnet. Das ist den Crif-Zahlen zu entnehmen.
Somit ergibt sich ein Anstieg um 36,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Gesetzesänderung ist wichtiger Grund
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg sei eine Gesetzesänderung in der Schweiz, heisst es in der Mitteilung. Seit dem 1. Januar 2025 können auch Steuerschulden bei im Handelsregister eingetragenen Schuldnern auf Konkurs betrieben werden.
Spitzenreiter bei den Fallzahlen sind das Baugewerbe (1380 Fälle), die Gastronomie (1019) und der Detailhandel (895).
Einen überdurchschnittlich starken Anstieg zeigten die Konkurseröffnungen bei den Finanzdienstleistungen (+66 Prozent). Auch bei den Unternehmensberatungen (+65,9 Prozent) und in der Immobilienbranche (+57,2 Prozent) zeigte der Trend nach oben.
Grösster Anstieg im Kanton Appenzell
Geographisch verzeichnete der Kanton Appenzell Ausserrhoden den höchsten prozentualen Anstieg mit einem Plus von 138%. Er wird gefolgt vom Kanton Jura (+111 Prozent) und dem Kanton Thurgau (+86 Prozent).
Rückläufig waren die Zahlen im Kanton Aargau (-8,6 Prozent), Solothurn (-6,9 Prozent) und Schwyz (-4,6 Prozent).











