Dänemark irritiert von Ernennung von US-Sondergesandten für Grönland

Nikolaus Führmann
Nikolaus Führmann

USA,

US-Präsident Trump hat einen Sondergesandten für Grönland ernannt. Der Vorgang sorgt für internationale Irritationen und deutliche Kritik aus Dänemark.

Jeff Landry Trump Grönland
Mit dem neuen Sondergesandten Landry will Trump Grönland offenbar stärker an die USA binden. (Archivbild) - Keystone

Die US-Regierung hat den Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, zum US-Sondergesandten für Grönland ernannt. Der Schritt, der die Beziehungen zwischen Washington und Grönland stärken soll, folgt auf Gespräche über wirtschaftliche und sicherheitspolitische Kooperationen.

Kannst du dir vorstellen, dass Donald Trump Grönland eines Tages widerrechtlich annektiert?

Nach Angaben des US-Aussenministeriums soll der Gesandte insbesondere Projekte im Bereich Rohstoffe und Infrastruktur vorantreiben. Laut «Reuters» betont das Weisse Haus, die Initiative diene ausschliesslich der engeren Zusammenarbeit mit der autonomen dänischen Region.

Irritation in Kopenhagen und Nuuk

Dänemark zeigte sich über die Entscheidung irritiert und forderte mehr Transparenz. Aussenminister Lars Løkke Rasmussen rief laut «Reuters» zur Wahrung der territorialen Integrität des Königreichs Dänemark auf.

Er erklärte laut «Tagesschau», sein Land sei bereit zum Dialog, wolle aber «keine Parallelstrukturen zu bestehenden diplomatischen Kanälen». Dänemark verwaltet das weitgehend autonome Grönland seit 1721, betont jedoch regelmässig die Selbstbestimmungsrechte der rund 56'000 Einwohner.

Dänemark Trump Grönland Premier
Die Premiers von Dänemark und Grönland, Mette Frederiksen (r.) und Jens-Frederik Nielsen, demonstrieren Einigkeit vor dem Hintergrund der Trump-Grönland-Forderungen. (Archivbild) - Keystone

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen betonte laut «Der Spiegel», Kooperation müsse «auf gegenseitigem Vertrauen» beruhen. Auch Grönlands Premier Múte Bourup Egede äusserte sich vage, mahnte jedoch zur «klaren Respektierung grönländischer Selbstverwaltung».

Wie Trump Grönland kaufen wollte

Grönland spielt in der Arktispolitik der Vereinigten Staaten eine immer grössere Rolle. Laut «Politico» wurden seit 2020 amerikanische Investitionen von über 12 Millionen US-Dollar (rund 10,5 Millionen Franken) in dortige Forschungsprojekte getätigt.

trump grönland protest
Als Donald Trump Grönland kaufen wollte, reagierten weite Teile der Bevölkerung mit Ablehnung. (Archivbild) - Keystone

Trump hatte bereits 2019 Interesse an einem möglichen Kauf der Insel bekundet. Die damalige Reaktion der dänischen Regierung, die den Vorschlag als «absurd» bezeichnete, führte zu einem kurzfristigen diplomatischen Eklat, berichtet «CNN».

Nun signalisiert Washington laut «New York Times» erneut die Absicht, seine Präsenz in der Region dauerhaft auszubauen. Beobachter sehen in der Ernennung des Sondergesandten einen Versuch, geopolitischen Einfluss in der Arktis zu sichern.

Kommentare

User #3819 (nicht angemeldet)

Grönland könnte bald zur nächsten Partyinsel für superreiche Promis aus aller Welt werden. Dort könnten viele spezielle Wünsche verwirklicht werden. Denn die Insel ist gross, abgelegen und kaum bevölkert. Die Bevölkerung kann man leicht umsiedeln lassen. Vielleicht ist das der Plan? Hehehe. LOL.

User #3819 (nicht angemeldet)

Aus Grönland wird Big Saint James? Hehehe. LOL.

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