China findet, dass die USA die Bedrohung durch Peking grösser darstellen als sie ist. Washington würde falsche Informationen verbreiten, so der Vorwurf.
Xi Jinping
Chinas Staatschef Xi Jinping. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Peking wirft den USA die Verbreitung von falschen Informationen vor.
  • Die Angst vor China sei übertrieben, stellt die Regierung klar.
  • Die Amerikaner sollen sich zudem nicht in die Politik Chinas einmischen.

Die USA verbreiten aus Sicht der chinesischen Regierung falsche Informationen und übertreiben die Bedrohung durch China.

In einer Reaktion auf die Grundsatzrede von US-Aussenminister Antony Blinken zu China warf Aussenamtssprecher Wang Wenbin den USA am Freitag ferner vor, sich in innere Angelegenheiten Chinas einzumischen und dessen Innen- und Aussenpolitik zu diskreditieren.

Blinken sieht China als grösste Herausforderung für internationale Ordnung

«Der Zweck ist, Chinas Entwicklung einzudämmen und zu unterdrücken und die Vorherrschaft und Macht der USA zu wahren», sagte Wang Wenbin in Peking vor der Presse in einer länglichen Antwort. Die sogenannte «regelbasierte internationale Ordnung» sei nichts anderes als ein Regelwerk, das die USA und eine Handvoll Länder formuliert hätten.

In seiner Rede hatte Blinken China trotz der akuten Krise durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine auf lange Sicht als grösste Herausforderung für die internationale Ordnung dargestellt.

China sei das einzige Land, «das sowohl die Absicht hat, die internationale Ordnung umzugestalten, und zunehmend auch die wirtschaftliche, diplomatische, militärische und technologische Macht, um dies zu tun». Er versicherte aber, dass die USA einen neuen Kalten Krieg vermeiden wollten.

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