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China straft Litauen wegen Taiwan-Streits ab

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Im Streit über den Unabhängigkeitsanspruch Taiwans hat China seine diplomatischen Beziehungen zu Litauen herabgestuft.

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Die Insel Taiwan wird nur noch von 18 Ländern anerkennt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • China hat aufgrund des Taiwan-Streits seinen Botschafter aus Litauen abgezogen.
  • Das Land werde die diplomatische Vertretung durch einen Geschäftsträger regeln lassen.

Das Aussenministerium in Peking teilte am Sonntag mit, es werde keinen Botschafter mehr in die baltische Nation Litauen entsenden. Stattdessen werde China seine diplomatische Vertretung in Litauen künftig durch einen Geschäftsträger (chargé d’affaires) unterhalb der Botschafterebene regeln lassen. Seinen bisherigen Botschafter hatte China im August abgezogen.

Die Volksrepublik liegt mit dem EU-Mitgliedsstaat Litauen im Streit über dessen Entscheidung, seine Beziehungen zur Inselrepublik Taiwan aufzuwerten. Taiwan hatte am Donnerstag eine Landesvertretung unter eigenem Namen in Litauen eröffnet, nachdem beide Staaten diesen Schritt zum Ärger Chinas im Juli angekündigt hatten. «Litauen ist für alle sich daraus ergebenden Konsequenzen verantwortlich», hatte es damals als Reaktion aus dem Aussenministerium in Peking geheissen.

China sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, als abtrünnige Provinz und nicht als unabhängigen Staat an und versucht, es international zu isolieren. Die Volksrepublik lehnt jede Form formeller Beziehungen zwischen anderen Ländern und der Inselrepublik ab. Die Entscheidung Litauens, engere Beziehungen zu Taiwan aufzunehmen, ist ein weiterer Rückschlag für China in Osteuropa, wo sich immer mehr Staaten enttäuscht von Peking abwenden. Zum einen haben sich Hoffnungen auf wirtschaftliche Kooperation nicht erfüllt, zum anderen wächst die Kritik an China - etwa wegen politischer Einflussnahme, Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien und Menschenrechtsverstössen in der Volksrepublik.

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