Bund unterstützt Landwirtschaft wegen anhaltender Trockenheit
Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit hilft der Bund den Bauern: Heu-Zölle wurden aufgehoben, die Mais-Zölle sollen folgen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bund hilft den Bauern wegen der Trockenheit.
- Er hebt Zölle auf Futterimporte auf.
- Zudem erhalten Bauern die vollen Direktzahlungen, auch wenn sie Vorgaben nicht erfüllen.
Der Bund unterstützt die von der anhaltenden Trockenheit gebeutelte Landwirtschaft mit gezielten Massnahmen: Erstens erhalten die Betriebe die vollen Direktzahlungen – selbst bei nicht vollständiger Erfüllung von Vorgaben –, zweitens sind die Zölle für Heu-Importe auf den 1. August aufgehoben worden.
Zudem ist zur weiteren Linderung der Futtermittelknappheit eine Senkung der Einfuhrzölle auf Futtermais per 15. August 2026 in Vorbereitung, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Mittwoch auf seiner Homepage mitteilte. Betriebe, die wegen der Trockenheit in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, können zudem zur Überbrückung zinsfreie Betriebsdarlehen beantragen.

Die anhaltende Trockenheit belaste die Schweizer Landwirtschaft stark, argumentierte das BLW. Darum unterstütze der Bund die Betriebe mit gezielten Massnahmen. Auf vielen Betrieben werde das Futter knapp, und die Ernteerträge bei den Ackerkulturen fielen tiefer aus. Auch die Situation auf den Alpen sei vielerorts angespannt, weil die Tiere zu wenig Weidefutter oder Wasser hätten.
Bauernverbands-Präsident Markus Ritter fand lobende Worte für den Bundesrat: Dieser habe «hier richtig entschieden», sagte er in der SRF-Radiosendung «Echo der Zeit» von Mittwochabend. Die Futtermittelpreise seien tatsächlich enorm angestiegen – auch im Ausland. Wegen der Trockenheit sei das Problem im Moment eher die Verfügbarkeit – und zwar nicht nur in der Schweiz.






