Klage

    Chile schliesst sich Völkermord-Klage Südafrikas gegen Israel an

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Chile,

    Chile schliesst sich der Klage mit dem Vorwurf des Völkermords gegen Israel an. Israel begründet das Vorgehen des Landes mit dem Recht auf Selbstverteidigung.

    Boric
    Chiles Präsident Gabriel Boric forderte zur Evakuierung der Küstenregion auf. (Archivbild) - keystone

    Chile will sich der Völkermord-Klage Südafrikas vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) gegen Israel anschliessen. «Wir werden niemals, niemals aufhören, uns über die wahllosen und absolut unverhältnismässigen Aktionen der israelischen Streitkräfte gegen unschuldige Zivilisten, insbesondere palästinensische Frauen und Kinder, zu empören», sagte Chiles Präsident Gabriel Boric am Samstag (Ortszeit) in einer Rede vor dem Parlament. Deshalb werde sich das südamerikanische Land der Klage gegen Israel vor dem IGH in Den Haag «anschliessen und diese unterstützen».

    Waffenstillstand und Anerkennung beider Staaten gefordert

    Boric verurteilte in seiner Rede auch die Terroranschläge der islamistischen Hamas vom 7. Oktober in Israel und forderte die Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen. «Ich möchte hier sehr deutlich machen, dass es keinen Raum für ein Unentschieden gibt und ich nicht akzeptiere, zwischen Barbareien zu wählen.»

    In einer Mitteilung des Aussenministeriums auf der Plattform X hiess es, Chile fordere einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und die Anerkennung von zwei Staaten – Palästina und Israel.

    Israel muss mehr humanitäre Hilfe zulassen

    Südafrika hatte bereits Ende 2023 Klage gegen Israel eingereicht und dem Land die Verletzung der Völkermordkonvention vorgeworfen. Das UN-Gericht hatte in einer Eil-Entscheidung Israel zu Schutzmassnahmen verpflichtet, um einen Völkermord zu verhindern. Ausserdem müsse Israel mehr humanitäre Hilfe für die Menschen im Gazastreifen zulassen. Ende Mai hatte dann der Internationale Gerichtshof Israel verpflichtet, den umstrittenen Militäreinsatz in Rafah im Süden des Gazastreifens sofort zu beenden.

    Israel: Völkermord sei Recht aus Selbstverteidigung

    Israel bestreitet die Völkermord-Vorwürfe entschieden. Israel beruft sich auf sein Recht auf Selbstverteidigung, nachdem Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober den Süden Israels überfallen und 1200 Menschen getötet hatten. Das Hauptverfahren zum Vorwurf des Völkermords kann sich über Jahre hinziehen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3178 (nicht angemeldet)

    Bravo Chile,Regierung mit Charakter

    User #1760 (nicht angemeldet)

    Kommentare wieder gelöscht. Ein Super wird zensiert ;)

    Weiterlesen

    Israel
    2 Interaktionen
    Bauen Druck auf

    MEHR IN POLITIK

    Nora Joos Velo Asylsuchende
    «Ein guter Anfang»
    Ueli Schmezer
    Ueli Schmezer
    2 Interaktionen
    Montreal/Brüssel

    MEHR KLAGE

    3 Interaktionen
    Juneau
    donald trumps
    5 Interaktionen
    Washington/Juneau
    Anwalt
    Wegen Klage
    Timmy
    Millionen-Klage

    MEHR AUS CHILE

    Aleksander Aamodt Kilde
    38 Interaktionen
    Kurz vor Saisonstart
    1 Interaktionen
    Huasco
    chile
    San Antonio