Zoll: Fossilienschmuggel in Chile aufgeflogen
Schmuggelware der besonderen Art: Der chilenische Zoll hat am Hafen von San Antonio eigenen Angaben nach mehr als 200 Meeresfossilien sichergestellt.

Die mutmasslich aus Madagaskar stammenden Ammoniten seien in einem Container versteckt gewesen, der mit einer Ladung für Ketten, Anhänger und Glasdekorationen für den Hausgebrauch angemeldet und in China verladen worden sei, informierte die Zollbehörde in einer Mitteilung.
Nach Einschätzung des Zolls hat der Fund Bedeutung für das weltweite Kulturerbe. Zum Wert wurden keine Angaben gemacht. Die Ammoniten stammen demnach aus der frühen Kreidezeit und sind rund 110 Millionen Jahren. Die versteinerten Kopffüssler zeichneten sich durch den Glanz ihrer Adern und die noch auf ihrer Oberfläche erkennbaren Blattkonturen aus, hiess es.
Nachdem die drei Kartons mit den Stücken, die in Zeitungspapier und Zeitschriften aus Madagaskar eingewickelt waren, entdeckt worden waren, überprüften die Kontrollteams diese. Anschliessend zog der Zoll Fachleute des Natur- und Geschichtsmuseums von San Antonio sowie des Nationalen Dienstes für Kulturerbe hinzu.
Die von den Experten durchgeführten Untersuchungen bestätigten den Verdacht des Zolls und belegten, dass es sich um echte Fossilien handele, hiess es.
Derzeit laufe eine Anfrage bei den madagassischen Behörden, um die Herkunft der Funde zweifelsfrei zu bestätigen und zu klären, ob der afrikanische Inselstaat die Rückgabe beantragen wird.
Ammoniten sind Verwandte der heutigen Tintenfische. Sie waren einst eine weit verbreitete Tiergruppe. Die Kopffüssler lebten etwa 350 Millionen Jahre lang auf der Erde und starben etwa zur gleichen Zeit aus wie die Dinosaurier – vor rund 65 Millionen Jahren.










