Schmezer: Handy am Steuer – drastische Strafen und Handy-Blitzer!
Fast wöchentlich geraten Autos «aus noch ungeklärten Gründen» auf die Gegenfahrbahn. «Weil die Leute am Handy sind», vermutet Videokolumnist Ueli Schmezer.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ueli Schmezer ist Nau.ch-Kolumnist, sein Videoformat heisst «Auf den Punkt».
- Er kritisiert, dass Ablenkung am Steuer normal geworden ist.
- Er fordert: «Bussen, die wehtun, ein schnellerer Ausweisentzug und mehr Kontrollen.»
Das Simmental im Berner Oberland sei wunderschön, findet Ueli Schmezer. «Ausser man ist auf der Strasse unterwegs. Dann ist es vor allem gefährlich, richtig gefährlich.»
Im Simmental sind schwere Unfälle häufig. Meist heisse es dann, ein Fahrzeug sei «aus noch ungeklärten Gründen» auf die Gegenfahrbahn geraten.

In vielen Fällen ist das Handy schuld
So oder ähnlich tönt es immer häufiger – und nicht nur im Simmental. Ob bei Moutier, in Birmenstorf AG oder anderswo: Die Fahrzeuge geraten «aus noch zu klärenden Gründen» auf die falsche Spur.
Ueli Schmezer: «Ich will diese Unfälle nicht unzulässig interpretieren.» Es liege aber auf der Hand, dass viele Leute am Steuer abgelenkt seien. Und dass der Grund in vielen Fällen das Handy sei.
«Mindestens 500 Franken»
Heute kostet das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung 100 Franken Busse. «Schreckt das irgendjemanden wirklich ab?»
Schmezer fordert mindestens 500 Franken – in Italien seien es 1000. Zudem müsse der Führerausweis schneller entzogen werden.
Und weil Strafandrohungen allein nicht reichen, brauche es auch mehr und bessere Kontrollen. Durch die Polizei direkt oder mit sogenannten Handy-Blitzern.
Rheinland-Pfalz führt solche seit 2025 flächendeckend ein, in den Niederlanden stehen bereits 40 an den Autobahnen, Frankreich prüft ihren Einsatz.
In der Schweiz hingegen hat das Parlament einen Vorstoss für einen Versuchsbetrieb nach zwei Jahren ohne Debatte abgeschrieben. Der Bundesrat wäre ohnehin dagegen gewesen.

Zur Person
Ueli Schmezer ist Journalist, Jurist und Schweizer Nationalrat. Er hat bis 2022 für SRF gearbeitet, zuletzt im «Kassensturz». Heute ist er selbstständiger Auftrittscoach, Medientrainer und SP-Mitglied. Seit über 20 Jahren steht Schmezer auch als Musiker auf der Bühne.








