NATO

    Bundesregierung kommt durch Corona-Krise bei «Nato-Quote» deutlich voran

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Als Nebeneffekt der Corona-Krise kommt die Bundesregierung bei der Erfüllung der sogenannten Nato-Quote für die Verteidigungsausgaben zumindest vorübergehend deutlich voran.

    Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
    Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bericht: Anteil von Wehretat an BIP steigt 2020 wohl auf 1,58 Prozent.

    Laut einer Schätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) dürfte der Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr sprunghaft auf 1,58 Prozent steigen, wie die Düsseldorfer «Rheinische Post» in ihrer Mittwochsausgabe berichtet. Grund ist der Einbruch des BIP infolge der Krise.

    Im vergangenen Jahr hatte der Anteil der Verteidigungsausgaben am BIP laut IW-Berechnung noch 1,36 Prozent betragen, wie es in dem Zeitungsbericht heisst. Die Nato-Staaten hatten 2014 vereinbart, den Anteil ihrer Verteidigungsausgaben am jeweiligen BIP binnen eines Jahrzehnts in «Richtung zwei Prozent» zu steigern.

    Weil Deutschland deutlich hinter diesem Ziel zurückliegt, wurde es in den vergangenen Jahren von US-Präsident Donald Trump massiv unter Druck gesetzt. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte bei ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr als Zielmarke eine Erhöhung des Wehretats auf 1,5 Prozent des BIP bis 2024 genannt.

    Durch die Corona-Krise würde diese Zielmarke laut IW schon in diesem Jahr erreicht - allerdings wohl nur vorübergehend, sollte die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder deutlich an Fahrt gewinnen.

    Im laufenden Jahr sollen die deutschen Verteidigungsausgaben bei rund 50,4 Milliarden Euro liegen, wie die «Rheinische Post» unter Berufung auf eine Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen berichtet. Die Verteidigungsausgaben 2020 würden damit um 44 Prozent über jenen von 2010 liegen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    AfD
    1'146 Interaktionen
    Mike Müller & Co.
    Tiefseemüll
    2 Interaktionen
    Kaffeebecher

    MEHR IN POLITIK

    Lukas Tribelhorn (SP). - zVg
    Co-Präsi SP Wil
    Beni Wattenhofer. - zVg
    1 Interaktionen
    Zuger Kantonsrat

    MEHR NATO

    breuer
    30 Interaktionen
    General Breuer
    29 Interaktionen
    Kopenhagen
    6 Interaktionen
    Kopenhagen
    donald trump
    13 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Ein Hammer im Gerichtssaal.
    Deutschland
    Die Linke
    1 Interaktionen
    Berlin
    Formel 1 Max Verstappen
    2 Interaktionen
    Nein zu Le Mans!