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    Bundesrat lehnt nationales Register für Implantate ab

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Bundesrat lehnt es ab, ein nationales Register für Implantate einzuführen. Er erachtet ein solches Instrument nicht als geeignet für die Stärkung der Preistransparenz und Beschaffung günstigerer Implantate.

    straumann
    Implantate (Archivbild) - keystone

    Der Preisüberwacher und eine Motion der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) fordern ein nationales Register für Implantate. Dieses sei notwendig, um die Informationsasymmetrie auf dem Schweizer Implantatemarkt zu verringern, die Transparenz bei den Beschaffungsleistungen der Spitäler zu verbessern und damit zugunsten der Prämienzahlerinnen und Prämienzahler günstiger einkaufen zu können.

    Der Markt werde heute von einigen wenigen grossen Anbietern dominiert, hiess es weiter. Die Beschaffung von Implantaten erfolge hauptsächlich im Rahmen direkter Verhandlungen mit den Lieferanten. Öffentliche Ausschreibungen werden nur in sieben Prozent der Fälle durchgeführt.

    Der Bundesrat teilt in seiner am Mittwoch veröffentlichten Antwort zwar die Auffassung, dass die Preistransparenz im Bereich der Implantate für einen funktionierenden Markt essenziell sei. Die Einrichtung eines Registers würde aber einen erheblichen administrativen und technischen Aufwand verursachen. Ein solches Register wäre zudem erst nach mehreren Jahren einsatzbereit.

    Laut dem Bundesrat bestehen derzeit effizientere Möglichkeiten. Mit der Datenbank «Swissdamed» sei eine eindeutige Produktidentifikation (UDI) möglich. Eine konsequente Nutzung dieser UDI auf den Rechnungen sowie die laufende Förderung der Pauschalen im stationären und ambulanten Bereich seien ein gezielterer und mit deutlich geringerem administrativen Aufwand verbundener Ansatz, um die Wirtschaftlichkeit beim Einkauf von Implantaten zu verbessern. Der Ständerat entscheidet als Nächstes über ein solches Register.

    Gemäss Angaben von Swiss Medtech werden jährlich 55'000 Knie- und Hüftprothesen, 65'000 künstliche Linsen sowie 10'600 Herzschrittmacher oder implantierbare Defibrillatoren implantiert.

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    Kommentare

    User #1076 (nicht angemeldet)

    Wieder mehr durchsichtiger Bürger? Hört auf mit diesem Schmarren. Die erwachsenen Schweizer werden beinahe behandelt wie Kindergärtler. Lernt Lesen, Schreiben und Rechnen und ihr müsst nicht in die Arme der datemgefrässigen Verwaltung rennen. Man kann sich selbst wehren, wenn man muss.

    User #9179 (nicht angemeldet)

    Es gibt auch noch Zahnimplantate. Es hat hervorragende Produzenten in der Schweiz (Thommen) Es braucht nicht immer Amerika dazu. Mathys wäre dann für Hüftgelenke

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