Boden des ehemaligen Campings Fanel mit PFAS belastet
Bei den Rückbauarbeiten des ehemaligen Campingplatzes Fanel in Gampelen ist eine Bodenbelastung mit PFAS-Schadstoffen festgestellt worden. Dabei handelt es sich um langlebige künstliche Chemikalien, die in der Umwelt nur schwer abgebaut werden. Bodenproben sollen zeigen, wo sich wie viel angereichert hat.

Eigentlich hätte der Kanton Bern Mitte September mit der Revitalisierung des ehemaligen TCS-Campingplatzgeländes beginnen wollen. Nun wurden diese Arbeiten aber vorerst eingestellt, wie die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Dienstag mitteilte. Das Bieler Medienportal «Ajour» hat als Erstes am Dienstagmorgen darüber berichtet.
Zunächst müsse geklärt werden, wie stark die Belastung sei und welche Massnahmen nötig sind, hielt der Kanton fest. Erst dann lasse sich beurteilen, ob die PFAS-Belastung sich auf die Revitalisierung des Geländes auswirke und ob das Areal saniert werden muss. Zeitplan und Kosten sind derzeit noch offen.
Woher die Ewigkeitschemikalien im Boden stammen, ist ebenfalls noch unklar und wird untersucht. Bei der Projektierung der Revitalisierung des Geländes liess der Kanton das Gelände auf Schadstoffe wie Schwermetalle prüfen. Dabei wurden keine Auffälligkeiten gefunden. Auf PFAS wurde damals nicht geprüft, da diese Stoffe zu der Zeit weniger im Fokus standen.
Langer Kampf um Räumung
Der Kanton erwartet Ergebnisse zu den Untersuchungen bis Ende Jahr. Der Campingplatz am Neuenburgersee ist seit Oktober 2024 geschlossen, weil er in einem Naturschutzgebiet liegt. Vor der Schliessung gab es jahrelange politische und juristische Kontroversen.
Die Geschichte des Campingplatzes begann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als die ersten Zeltcamper auftauchten. Ab 1955 wurde der Platz vom TCS betrieben. Das Gebiet Fanel stand damals noch nicht unter Schutz.






