Bericht: Neuverschuldung fällt 2021 deutlich höher aus als bislang geplant

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Die Neuverschuldung des Bundes dürfte im kommenden Jahr laut einem Medienbericht deutlich höher ausfallen als bisher von der Regierung geplant.

    Bundesfinanzminsiter Olaf Scholz (SPD)
    Bundesfinanzminsiter Olaf Scholz (SPD) - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Scholz: Korridor bleibt für 2020 und 2021 zusammen aber ungefähr gleich.

    Die «Bild-Zeitung» berichtete am Sonntag unter Berufung auf Ministeriumskreise, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) im nächsten Jahr mehr als 160 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen wolle. Bislang sind im Haushaltsentwurf der Regierung rund 96 Milliarden Euro neue Schulden veranschlagt.

    Dem Bericht zufolge geht aus der sogenannten Bereinigungsvorlage hervor, dass vor allem die Kosten für die Wirtschaftshilfen infolge der Corona-Pandemie steigen. Hier plane der Finanzminister nun fast 40 Milliarden Euro, berichtete die «Bild». Zudem erhalte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich mehr Geld als bisher vorgesehen. So seien unter anderem für die Verlängerung der Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser zwei zusätzliche Milliarden Euro eingeplant.

    Der Haushaltsausschuss des Bundestages berät am kommenden Donnerstag in der sogenannten Bereinigungssitzung über den Bundeshaushalt. Der Etatentwurf für 2021 sieht bislang 96,2 Milliarden Euro an neuen Schulden vor. Für das laufende Jahr hatte sich Scholz mit zwei Nachtragshaushalten bereits die Möglichkeit gesichert, 218,5 Milliarden Euro an frischen Krediten aufzunehmen.

    Finanzminister Scholz sagte am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem virtuellen G20-Gipfel, dass für das Jahr 2020 und das Jahr 2021 zusammen geplant sei, «etwas mehr als 300 Milliarden Euro aufzunehmen». Das werde auch «mit leichten Modifikationen» in der Perspektive so bleiben. «Wir können jetzt schon absehen, dass wir wohl nicht alles ausgeben müssen, was wir an Kreditermächtigungen für das Jahr 2020 haben und dass wir für 2021 mehr ausgeben müssen», fügte er hinzu. «Aber der Korridor wird - nicht ganz genau, aber ungefähr -, der gleiche bleiben.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    df
    84 Interaktionen
    Was tun?
    Schweizer Nati Embolo Yakin
    323 Interaktionen
    Corona-Skandal

    MEHR IN POLITIK

    16 Interaktionen
    Basel
    25 Interaktionen
    Bern
    2 Interaktionen
    Mailand
    Xi Jinping
    3 Interaktionen
    Washington

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    4 Interaktionen
    Flensburg
    Rhein
    9 Interaktionen
    Köln/Kaub
    Tanken
    14 Interaktionen
    Berlin
    Reinhard Mey
    13 Interaktionen
    13 Lieder