Bangladesch wählt neues Parlament
Bangladesch wählt am Donnerstag ein neues Parlament. Gut anderthalb Jahre nach dem Fall der früheren Regierungschefin Sheikh Hasina gilt die vorgezogene Wahl auch als Test für einen geordneten demokratischen Übergang. Fast 128 Millionen Menschen in dem armen, überwiegend muslimisch geprägten Land in Südasien sind wahlberechtigt.

Die oppositionelle, rechts der politischen Mitte stehende Nationalistische Partei Bangladeschs (BNP) geht zusammen mit Partnern als Favoritin in die Wahl. Doch könnte es laut kürzlich durchgeführten Umfragen auf ein knappes Rennen mit der grössten islamistischen Partei des Landes, Bangladesh Jamaat-e-Islami, und dem von ihr angeführten konservativ-religiösen Bündnis hinauslaufen. Die Partei oder Allianz, die die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigt, kann den nächsten Premierminister stellen.
Nach Massenprotesten gegen die Regierung und blutigen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften war die zunehmend autoritär agierende Hasina im Sommer 2024 nach Indien geflüchtet. Die Aktivitäten ihrer Partei Awami-Liga sind suspendiert, Kandidaten der Organisation sind für die Wahl nicht zugelassen. Nach Hasinas Flucht wurde eine Übergangsregierung unter Führung des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus eingesetzt.














