Baltenstaaten und Benelux-Länder mit Abkommen zu Uni-Abschlüssen

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Estland,

Die baltischen Staaten und die Benelux-Länder wollen akademische Qualifikationen im Bereich der Hochschulausbildung künftig automatisch gegenseitig anerkennen.

In einem Hörsaal in Halle verfolgen Studenten eine Vorlesung. Etwa zwei Drittel der Studenten in Sachsen-Anhalt wollen nach dem Abschluss in ein anderes Bundesland ziehen. Foto: Waltraud Grubitzsch
In einem Hörsaal in Halle verfolgen Studenten eine Vorlesung. Etwa zwei Drittel der Studenten in Sachsen-Anhalt wollen nach dem Abschluss in ein anderes Bundesland ziehen. Foto: Waltraud Grubitzsch - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Baltische Staaten und Benelux-Länder wollen in Sachen Hochschulen zusammenarbeiten.
  • Akademische Qualifikationen wollen die Länder untereinander anerkennen.

Die baltischen Staaten und die Benelux-Länder wollen akademische Qualifikationen im Bereich der Hochschulausbildung künftig automatisch gegenseitig anerkennen. Darauf einigten sich die Minister für Bildung und Forschung der sechs Länder.

Damit soll die hochschulbezogene Zusammenarbeit und Lernmobilität gefördert werden, teilte das estnische Bildungsministerium in Tallinn am Montag mit. Zu den baltischen Staaten gehören Litauen, Estland und Lettland. Als Benelux-Länder werden Belgien, die Niederlande und Luxemburg bezeichnet.

Modelle entsprechen europäischen Standards

Die Vereinbarung sei einzigartig in Europa und diene daher als Beispiel für die automatische Anerkennung von Abschlüssen in ganz Europa. Sie mache es Studenten aus Estland leichter, ein Studium in den Niederlanden, Belgien oder den baltischen Nachbarstaaten aufzunehmen, hiess es in der Mitteilung. Umgekehrt können nun auch Studenten aus den Benelux-Ländern einfacher im Baltikum studieren.

Analysen haben demnach bestätigt, dass die Hochschulsysteme der baltischen Staaten und der Benelux-Länder den Prinzipien und dem Modell des Europäischen Hochschulraums entsprechen. Die Systeme seihen vergleichbar und es gebe keine wesentlichen Unterschiede, hiess es. Estland, Lettland und Litauen hatten zuvor bereits ein regionales Abkommen zur automatischen Anerkennung von Qualifikationen abgeschlossen

Vor gut 20 Jahren hatten zahlreiche europäische Staaten den sogenannten Bologna-Prozess gestartet. Damit sollen europaweit Studiengänge und Abschlüsse harmonisiert und die internationale Mobilität von Studenten gefördert werden. Bisher ist dies jedoch längst nicht in jedem Land gleich gut umgesetzt worden.

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