NATO

Baltenstaaten: Nato muss Luftverteidigung stärken

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Estland, Lettland und Litauen haben die Nato nach den jüngsten Drohnenabstürzen im Baltikum zur Stärkung ihrer Flugabwehr aufgerufen.

ARCHIV - Eine Nato-Flagge weht im Wind vor dem Veranstaltungsort des Nato-Gipfels in Den Haag. (zu dpa: «Baltenstaaten: Nato muss Luftverteidigung stärken») Foto: Markus Schreiber/AP/dpa
ARCHIV - Eine Nato-Flagge weht im Wind vor dem Veranstaltungsort des Nato-Gipfels in Den Haag. (zu dpa: «Baltenstaaten: Nato muss Luftverteidigung stärken») Foto: Markus Schreiber/AP/dpa - Keystone/AP/Markus Schreiber

«Die Nato-Bemühungen zur Stärkung der Luftverteidigung, einschliesslich der Drohnenabwehr, müssen beschleunigt werden. Die Verbündeten müssen dringend die für eine effektive Aufklärung und Abwehr erforderlichen Fähigkeiten ausbauen», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Verteidigungsminister der drei EU- und Nato-Mitgliedsstaaten.

In Estland, Lettland und Litauen war in dieser Woche jeweils eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in den Luftraum eingedrungen und abgestürzt, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russland angegriffen hatte. Verletzte oder grössere Schäden gab es dabei nicht. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren wiederholt Drohnen in den Luftraum der an Russland grenzenden baltischen Staaten eingedrungen.

«Diese Vorfälle unterstreichen die dringende Notwendigkeit, unsere Bereitschaft weiter zu verbessern und in unsere Verteidigungsfähigkeiten zu investieren», betonten Hanno Pevkur (Estland), Andris Spruds (Lettland) und Robertas Kaunas (Litauen). Dazu müssten auch die EU-Verteidigungsausgaben langfristig deutlich erhöht und zweckgebunden bereitgestellt werden.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. In dem wechselseitigen Drohnenkrieg sind die mit elektronischen Mitteln abgewehrten Fluggeräte auch eine Gefahr für die Nachbarländer. «Die derzeitige Präsenz von Nato-Flugzeugen und Luftverteidigungssystemen in den baltischen Staaten muss aufrechterhalten und weiter ausgebaut werden, um allen Bedrohungen aus der Luft, einschliesslich unbemannter Luftfahrzeuge, zu begegnen», schrieben die Minister weiter.

Estland, Lettland und Litauen besitzen keine eigenen Kampfjets. Die Nato sichert deshalb bereits seit 2004 den baltischen Luftraum. Dazu verlegen die Verbündeten im regelmässigen Wechsel Kampfflugzeuge samt Personal in die Ostseestaaten im Nordosten Europas.

Unter dem Eindruck von Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets und Kamikaze-Drohnen hatte die Nato im September 2025 den Einsatz «Eastern Sentry» (deutsch etwa: Wächter des Ostens) begonnen, mit dem vor allem zusätzliche Überwachungs- und Flugabwehrkapazitäten mobilisiert werden sollen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5576 (nicht angemeldet)

Würde die Schweiz nicht glauben, dass Russland unser Feind ist, hätten wir keine Armee. Der seit 60 Jahren aufoktroyierte Glaube an den imaginären Feind kostet uns ein Vermögen. Vielleicht ist der Feind gar nicht Russland, sondern wie J.D. Vance sagte: Kommt aus dem Innern.

Weiterlesen

see
108 Interaktionen
Badewetter
Globi
31 Interaktionen
Nach Buch-Zoff

MEHR NATO

Mark Rutte
3 Interaktionen
Brüssel
2 Interaktionen
Tallinn/Riga
89 Interaktionen
Helsinki/Moskau
putin
67 Interaktionen
Auf Nato

MEHR AUS STADT BERN

obdachlos
1 Interaktionen
Bern
2 Interaktionen
Bern
2 Interaktionen
Für 550 Personen
Notschlafstelle Pluto
45 Interaktionen
Trotz Verbot