Nach einer neuen Vereinbarung mit Pakistan erwartet Aussenministerin Annalena Baerbock zahlreiche weitere Ausreisen aus Afghanistan.
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Aussenministerin Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen). - Christophe Gateau/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland hat eine neue Vereinbarung mit Pakistan abgeschlossen.
  • Somit können Menschen aus Afghanistan eine legale Ausreiseroute über Pakistan.
  • Aussenministerin Annalena Baerbock erwartet deshalb zahlreiche Ausreisen.

Aussenministerin Annalena Baerbock erwartet nach einer neuen Vereinbarung mit Pakistan die zeitnahe Ausreise zahlreicher weiterer besonders schutzbedürftiger Menschen aus Afghanistan.

Mit der Abmachung werde Tausenden Menschen, denen Deutschland die Aufnahme versprochen habe, erstmals eine legale Ausreiseroute über Pakistan nach Deutschland eröffnet. Das sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag in Berlin. An der Umsetzung der Vereinbarung werde mit Hochdruck gearbeitet.

Von den neuen Ausreisemöglichkeiten könnten vor allem jene profitieren, denen die Bundesregierung bereits Einreisezusagen gegeben habe, sagte Baerbock. Von diesen Menschen habe man die Personalien, so dass sie schnell von Pakistan aus nach Deutschland gebracht werden könnten.

Zwei Drittel der Menschen mit Aufnahmezusage in Deutschland

Baerbock zog eine Zwischenbilanz zum «Aktionsplan Afghanistan», den sie vor einem halben Jahr vorgestellt hatte. Insgesamt seien zwei Drittel der Menschen, denen eine Aufnahmezusage erteilt worden sei, in Deutschland, sagte die Ministerin. Das seien mehr als 21 000 Afghaninnen und Afghanen.

Die deutsche Bundeswehr war Ende Juni 2021 nach fast 20 Jahren aus Afghanistan abgezogen. Die militant-islamistischen Taliban haben nach ihrer Machtübernahme im August 2021 Freiheitsrechte eingeschränkt. Zunehmend schliessen sie insbesondere Mädchen und Frauen vom öffentlichen Leben aus.

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