25 Jahre nach den letzten Atomtests Frankreichs im Südpazifik hat Staatschef Emmanuel Macron eine bessere Entschädigung der Opfer in Aussicht gestellt.
Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident Emanuel Macron. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • «Die Nation hat eine Schuld bei Französisch-Polynesien», sagte Macron am Mittwochmorgen (Dienstag Ortszeit) in Papeete auf der Insel Tahiti.

Vertreter des französischen Staats sollten auch in die entferntesten Gegenden gehen, um Opfer ausfindig zu machen und ihnen bei der Beantragung von Entschädigungszahlungen zu helfen.

Frankreich hatte im Februar 1960 seine erste Atombombe in Algerien getestet. Nach der Unabhängigkeit des Landes wurden die Versuche auf den zu Frankreich gehörenden Südsee-Atollen Mururoa und Fangataufa fortgesetzt. Insgesamt fanden dort 193 Atomtests statt.

Macron versicherte bei seiner mehrtägigen Reise in Französisch-Polynesien auch, Transparenz schaffen zu wollen. Er versprach eine Öffnung der Archive zu den Atomversuchen - besonders sensible Dokumente ausgenommen. Bereits 2016 hatte der damalige sozialistische Präsident François Hollande die Folgen der Tests für Umwelt und Gesundheit anerkannt. Vom Anti-Atom-Verband Association 193 hiess es, Macrons Rede habe keinen Fortschritt gebracht. Die Öffnung der Archive etwa sei bereits anvisiert gewesen.

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