Ärzte ohne Grenzen

    Ärzte ohne Grenzen: Sudans Gesundheitssystem steht vor Zusammenbruch

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Gesundheitssystem im Bürgerkriegsland Sudan steht nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) vor dem Zusammenbruch. Aufgrund der Kürzungen von Hilfsgeldern für das afrikanische Land müssten im ganzen Land Kliniken und Ambulanzen schliessen, warnte die Organisation und appellierte anlässlich der UN-Generalversammlung an die Staats- und Regierungschefs, die Finanzierung der notwendigen Gesundheitsversorgung im Sudan sicherzustellen. Der 2,87 Milliarden US-Dollar umfassende UN-Hilfsplan sei lediglich zu 41 Prozent finanziert.

    Ärzte ohne Grenzen (MSF)
    Das Gesundheitssystem im Sudan steht nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen (MSF) vor dem Zusammenbruch. - keystone

    «Der Krieg treibt die Bedarfe im Sudan in die Höhe, und gleichzeitig schränken Mittelkürzungen die mögliche Hilfe ein», sagte Muhammad Ibrahim, MSF-Landeskoordinator im Sudan. «Unsere Arbeit wird privat finanziert. Doch wenn die Mittel für andere Gesundheitsdienste wegfallen, schliessen Kliniken, Patientinnen und Patienten haben weniger Anlaufstellen, und der Druck verlagert sich auf die verbleibenden Einrichtungen, darunter auch unsere.»

    So sei in Tawila in Nord-Darfur die Versorgungslage von bis zu 600.000 Vertriebenen kritisch. Ärzte ohne Grenzen betreibe das einzige Krankenhaus mit 200 Betten in der Region und sei die einzige Organisation, die in der Lage sei, gross angelegte Massnahmen zur Bekämpfung von Epidemien zu ergreifen. Die Zahl der Malaria- und Mangelernährungsfälle steige aber bereits jetzt, noch vor dem Höhepunkt der Regenzeit.

    Im Sudan herrscht seit April 2023 ein blutiger Machtkampf zwischen den Regierungstruppen von de facto-Staatschef Abdel-Fattah al-Burhan und der Miliz RSF von Mohamed Hamdan Daglo. Menschenrechtsgruppen werfen beiden Konfliktparteien Verbrechen an Zivilisten vor. Insbesondere der RSF werden systematische sexuelle Gewalt und Massaker insbesondere an nicht-arabischen Bevölkerungsgruppen in der Region Darfur vorgeworfen. Nach UN-Angaben hat der Konflikt zur grössten humanitären Krise weltweit geführt. Mehr als elf Millionen Menschen wurden innerhalb des Sudans vertrieben oder flohen in die Nachbarstaaten.

    Ein UN-Expertenbericht kommt zu dem Schluss, dass auch ausländische Unterstützung durch Waffenlieferungen und Söldner den Konflikt befeuern. Dabei werden insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate genannt.

    Kommentare

    User #4307 (nicht angemeldet)

    Das interessiert im weissen Wertewesten reichlich wenig. Genau so wenig wie Palästina, Kongo usw. Mit den Ländern und Partien ganz dick Geschäfte machen, welche das Elend und die Kriege und die Toten zu verantworten haben, da sind wir sehr gut drin. UAE etc. sind grosse Geschäftspartner von uns. Die Lastwagen von denen fahren mit Waffen vollgepackt nach Sudan und einige Tage später wieder raus. Ohne Waffen diesmal, dafür die Lastwagen voll gefüllt mit Gold. Dieses Gold landet dann in der Schweiz...

    User #5705 (nicht angemeldet)

    Und ist das unser Problem. Wir müssen endlich lernen zuerst bei uns schauen und dann Probleme zu übernehmen wo wir nicht einmal wissen ob es so ist

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