Der argentinische Präsident Alberto Fernández hat den Anspruch auf die Falkenlandinseln erneut verdeutlicht. Die Souveränität steht nicht Grossbritannien zu.
Alberto Fernández falklandinseln (malvinen)
Alberto Fernandez, argentinischer Präsident, spricht bei einer Pressekonferenz. - sda - Keystone/Presidencia/telam/Maria Eugenia Cerutti
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Präsident Argentiniens, Alberto Fernández, hat sein Anspruch Malvinas verdeutlicht.
  • Malvina, auch Falklandinseln, sind zwischen Grossbritannien und Argentinien geteilt.
  • Das britische Überseegebiet soll dem südamerikanischen Land übergeben werden.

Kurz vor dem 40. Jahrestag des Beginns des Falklandkriegs hat der argentinische Präsident Alberto Fernández den Anspruch auf das britische Überseegebiet erneuert.

«Wenn eines klar ist, dann dass die Falklandinseln nicht britisch sind», sagte Fernández in einem am Freitag veröffentlichten Interview.

«Argentinien steht die vollständige Souveränität über die Falklandinseln zu. Das ist unser Land.» Es war das erste Mal, dass ein argentinischer Staatschef mit einem britischen Medium über die Falklandinseln sprach.

Das Archipel im Südatlantik wird seit 1833 von Grossbritannien regiert. Am 2. April 1982 griffen die argentinischen Streitkräfte die Falklandinseln an. Im gut zweimonatigen Falklandkrieg kamen rund 900 Menschen ums Leben.

Souveränität wird abgelehnt

Grossbritannien konnte die Inseln, die in Argentinien Malvinas heissen, schliesslich zurückerobern. 2013 sprachen sich die Bewohner in einem Referendum mit grosser Mehrheit für den Verbleib bei Grossbritannien aus. Seit der Entdeckung neuer Öl- und Gasvorkommen vor den Falklandinseln ist der Konflikt neu aufgeflammt.

«Unser Anspruch hat nichts mit wirtschaftlichen Fragen zu tun», sagte Fernández im BBC-Interview. «Unser Anspruch gründet sich auf die Erinnerung an unsere Toten, die uns nicht in Frieden leben lässt.» Der Präsident rief die britische Regierung erneut zu Gesprächen über die Inseln auf.

Eine geteilte Souveränität für sie lehnte er allerdings ab. «Das wäre, als würde jemand mein Haus besetzen, und ich müsste mit ihm dann über geteilte Rechte verhandeln.» So erklärte es der argentinische Präsident.

Er fuhr fort: «Wer etwas besetzt, hat keine Rechte. Das ist, was auf den Malvinas passiert.»

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