Anschläge in Sri Lanka: Gericht spricht 15 Personen schuldig
Ein Gericht in Sri Lanka hat 15 Personen wegen ihrer Beteiligung an den verheerenden Bombenanschlägen am Ostersonntag 2019 mit Hunderten Toten und Verletzten im Land schuldig gesprochen. Von 24 Angeklagten sprach ein Richtergremium am Obergericht in Colombo 9 Personen frei, wie die Zeitung «Daily Mirror» und andere einheimische Medien berichteten. Die Strafen für die Verurteilten sollten demnach später verkündet werden.

Am Ostersonntag vor sieben Jahren hatten mehrere Selbstmordattentäter Anschläge unter anderem auf drei Kirchen und drei Luxushotels in dem mehrheitlich buddhistischen Inselstaat verübt. Laut Gerichtsdokumenten wurden dabei 279 Menschen, einschliesslich zahlreicher Ausländer, getötet. Etwa 500 Menschen wurden verletzt. Bei den Attentätern handelte es sich nach Angaben der Regierung um einheimische Islamisten. Sie standen demnach in Verbindung zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
Indische Geheimdienste hatten das südliche Nachbarland Sri Lanka vorab über die Anschlagspläne gewarnt. Nach den Anschlägen, die zu den verheerendsten in Sri Lanka gehörten, war es in dem Land zu Unruhen gekommen.
Das Verfahren vor dem Obergericht gegen ursprünglich 25 Angeklagte hatte den Berichten zufolge fast fünf Jahre gedauert. Damit sei eines der längsten und komplexesten Verfahren des Landes zum Abschluss gekommen. Eine der angeklagten Personen starb demnach in Haft. Beschuldigt wurden sie unter anderem der Verschwörung, der Beihilfe zu den Anschlägen sowie der Beschaffung von Waffen und Munition. Insgesamt wurden 23.270 Anklagepunkte gegen sie erhoben.














