Sri Lankas Zentralbank warnt vor Folgen von El Niño
Das Klimaphänomen El Niño bedroht die fragile wirtschaftliche Erholung Sri Lankas. Die Zentralbank des Inselstaates warnte am Dienstag vor den Folgen der in diesem Jahr besonders starken Wetterextreme.

Klimabedingte Risiken wie El Niño und starke Schwankungen an den Finanzmärkten schafften ein schwieriges internationales Umfeld, das auch die heimische Wirtschaft und das Finanzsystem belasten könnte, erklärte die Notenbank. Insbesondere könnten die Finanzinstitute belastet werden, etwa durch eine Verschlechterung der Kreditqualität.
Sri Lanka erholt sich nur langsam von der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Im Jahr 2022 musste das Land die Rückzahlung seiner Staatsschulden aussetzen. Engpässe bei Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten sowie eine hohe Inflation lösten damals Massenproteste aus und führten zum Sturz des damaligen Präsidenten Gotabaya Rajapaksa.
Ein Notkredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) über 2,9 Milliarden Dollar ermöglichte dem Land 2023 im Gegenzug für ein strenges Sparprogramm eine allmähliche wirtschaftliche Erholung. Bereits 2025 hatte der Zyklon Ditwah in Sri Lanka 650 Menschenleben gefordert und Schäden von schätzungsweise 4,1 Milliarden Dollar verursacht.
Nun drohen weitere Wetterextreme. Nach Prognosen des nationalen Wetterdienstes dürfte die diesjährige El-Niño-Phase die stärkste sein, die Sri Lanka je erlebt hat. Im Dezember werden heftige Regenfälle erwartet, gefolgt von einer schweren Dürre Anfang 2027.














