Blausee-Fischsterben: Unternehmer wegen Giftmüll-Deponie vor Gericht
Giftmüll statt saubere Entsorgung: Ein Transportunternehmer soll jahrelang belastetes Material illegal im Steinbruch Mitholz abgeladen haben – und steht nun vor Gericht.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Transportunternehmer soll über Jahre teilweise belastete Materialien illegal im Steinbruch Mitholz entsorgt haben.
- Er soll die Materialien als sauber deklariert haben, um Kosten für die korrekte Entsorgung zu sparen.
- Der Prozess steht im Zusammenhang mit der «Causa Blausee», bei der mögliche Giftstoffe und Fischsterben untersucht werden.
Ein Transportunternehmer muss sich seit Mittwoch vor dem Wirtschaftsstrafgericht in Bern verantworten. Er soll über Jahre illegal teilweise belastete Materialien im Steinbruch Mitholz im Berner Oberland entsorgt haben.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe von zwei Zürcher Baustoff-Unternehmen Inertstoffe und Pressschlamm angenommen. Die Materialien waren mutmasslich teilweise belastet. Den Firmen soll der Transportunternehmer die teureren Kosten für die legale Entsorgung verrechnet haben.

Doch anstatt die Stoffe korrekt zu entsorgen, soll der Beschuldigte seine Chauffeure angewiesen haben, die Ladung als sauber umzudeklarieren und nach Mitholz in den Steinbruch zu karren, was billiger kam. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
«Causa Blausee»
Der Prozess ist ein Nebenschauplatz der sogenannten «Causa Blausee». Die Besitzer des Ausflugsziels mit Fischzucht führen seit Jahren einen weitverzweigten Rechtsstreit. Sie vermuten, dass Giftstoffe aus der Umgebung zu mehreren Fischsterben geführt haben.












