Stadt Zürich

    Daniel Jositschs Ständeratssitz wackelt – Badran als Nachfolgerin?

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Zürich,

    Die SP-Delegierten stimmen am Donnerstag ab, ob Daniel Jositsch erneut für den Ständerat nominiert werden soll. Die allfällige Alternative: Jacqueline Badran.

    Daniel Jositsch
    Wird Daniel Jositsch erneut für den Ständerat nominiert? Am Donnerstagabend entscheidet es sich. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Daniel Jositsch sorgt innerhalb seiner Partei, der SP, für Unmut.
    • Am Donnerstag entscheiden 215 SP-Delegierte, ob Jositsch für den Ständerat nominiert wird.
    • Als mögliche Alternative wird über eine Nomination von Jacqueline Badran spekuliert.

    Soll Daniel Jositsch erneut als Ständeratskandidat nominiert werden? Über diese Frage entscheiden 215 SP-Delegierte des Kantons Zürich am Donnerstagabend.

    Jositsch ist seit Jahren eine umstrittene Figur in der SP. In der Bevölkerung ist der Strafrechtsprofessor und Bundesparlamentarier bekannt und beliebt.

    Innerhalb der Partei hingegen sorgt er regelmässig für Diskussionen.

    Vor der Delegiertenversammlung fanden in Winterthur und Zürich interne Hearings statt. Dabei sollte Jositsch die Möglichkeit erhalten, parteiinterne Kritik zu entkräften. Der Erfolg war laut Parteikreisen jedoch begrenzt, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

    Stimmung sei «kritisch» gewesen

    Bei den Hearings in Zürich sei die Stimmung «kritisch» gewesen, berichten mehrere Quellen aus der SP, die gegenüber der Zeitung anonym bleiben wollen.

    Inhaltlich drehten sich die Fragen um verschiedene Punkte, bei denen Jositsch nicht auf Parteilinie liegt. Auch die Bundesratswahlen 2022 und 2023 seien thematisiert worden.

    Jositsch hatte damals versäumt zu erklären, dass er nicht zur Wahl stehe, erhielt aber Dutzende Stimmen aus dem Parlament. Das stiess in der Partei auf Unverständnis.

    «Jacky 4 Ständerat»-Kleber

    In der Stadt Zürich tauchen derweil Sticker mit der Aufschrift «Jacky 4 Ständerat» auf. Sie zeigen das stilisierte Porträt von Jacqueline Badran, SP-Nationalrätin. Die Urheberschaft ist unklar.

    Niemand will wissen, wer die Sticker in Auftrag gegeben hat.

    Badran selbst sagt zum «Tagesanzeiger», sie sei nicht an einem Ständeratsmandat interessiert. «Ich suche dieses Amt sicher nicht, ich bin sehr glücklich im Nationalrat.»

    Sollte Jacqueline Badran für den Ständerat nominiert werden?

    Dennoch würde sie das Amt bei einer allfälligen Wahl wohl antreten: «Wenn mich die Partei will und mich die Delegierten als beste Kandidatin sehen, würde ich meine Pflicht erfüllen.»

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    Kommentare

    User #6247 (nicht angemeldet)

    Jetzt wollen sie noch den letzten wählbaren SP Politiker absägen. Unglaublich diese Partei

    User #3464 (nicht angemeldet)

    Die DV der SP Kt. Zürich nominiert die Kandidaten heute Abend – durch eine Wahl, nicht durch eine Abstimmung. Es liegen noch keine formell gemeldeten Kandidaturen vor.

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