Kanton Luzern: Nach Edustar-Abbruch – SP fordert strengere IT-Steuerung
Im Kanton Luzern hat der Kantonsrat den Bericht zu problematischen Informatikprojekten beraten. Die SP lehnte ihn ab und reicht nun ein Postulat ein.

Der Luzerner Kantonsrat hat den Rechenschaftsbericht B 101 zu problematischen Informatikprojekten beraten. Die SP anerkennt, dass der Regierungsrat Fehler benennt und wichtige Lehren zieht. Es bleibt aber zu offen, wie diese künftig verbindlich umgesetzt und überprüft werden.
Nachdem der SP-Antrag auf blosse Kenntnisnahme keine Mehrheit fand, lehnte die SP den Bericht ab.
Das Projekt Edustar wurde nach erheblichen Schwierigkeiten abgebrochen, bei der Steuerdeklarationslösung 2021 wurden Fehler und der Supportbedarf unterschätzt und beim Service-Portal die ursprünglichen Ziele deutlich verfehlt.
«Der Bericht zieht die richtigen Lehren. Aber entscheidend ist, was daraus folgt: Was wird künftig konkret anders gemacht, wer trägt die Verantwortung und wie überprüfen wir, ob die Verbesserungen greifen?», fragt SP-Kantonsrätin Andrea Pfäffli in der Debatte.
Genau hier setzt ein Postulat an, das Andrea Pfäffli in derselben Session einreicht. Der Regierungsrat soll aufzeigen, wie die kantonale Informatik künftig verbindlich und departementsübergreifend gesteuert wird. Gefordert werden klare Verantwortlichkeiten zwischen Fach- und Konzerninformatik, ein besserer Überblick über die zahlreichen Anwendungen, weniger Doppelspurigkeiten und eine systematische Risikobeurteilung.
«Es geht nicht um mehr Bürokratie. Digitalisierung braucht Mut. Aber Probleme müssen früh erkannt und transparent gemacht werden – und aus Fehlern müssen konkrete Verbesserungen folgen», so Pfäffli. Für die SP ist klar: Mit dem Rechenschaftsbericht ist der Blick zurück gemacht. Jetzt geht es darum, die kantonale Informatik für die Zukunft besser aufzustellen.










