Affen

Zoff im Gehege: Zoo Zürich tötet zehn gesunde Affen

Keystone-SDA
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Zürich,

Im Semien-Gebirge des Zoos Zürich wird es stiller. Weil kein Platz mehr war, wurden zehn gesunde Dscheladas getötet – ein trauriger, aber laut dem Zoo nötiger Schritt.

Dschelada zoo zürich
Eine Gruppe von Dschelada-Affen im Zoo Zürich am Montag, 9. März 2026. - keystone

Im Semien-Gebirge des Zoo Zürich ist es in diesen Tagen merklich stiller geworden. Zehn Dscheladas unterschiedlichen Alters wurden letzte Woche aus ihrem Clan genommen und getötet, wie der Zoo am Montag mitteilte.

Dscheladas sind sehr soziale Tiere. Ihr Leben ist geprägt von komplexen Hierarchien und einem tiefen Zusammenhalt innerhalb ihrer Harems. Doch genau diese Vitalität wurde ihnen zum Verhängnis.

Der Clan im Zoo Zürich war auf 48 Individuen angewachsen – eine Grösse, die in der begrenzten Welt hinter den Zäunen zu Spannungen führte.

Es gibt offenbar Zoff: Wo früher Harmonie herrschte, gab es zuletzt immer öfter heftige Auseinandersetzungen!

Die Gruppendynamik kippte, der Stress für das einzelne Tier wurde zur Dauerbelastung.

Im Herbst konnten noch Tiere vermittelt werden

Der Zoo stand vor einer schwierigen Aufgabe. «Artenmanagement» nennt sich das fachsprachlich, doch dahinter verbirgt sich ein Dilemma.

Der Zoo suchte nach einem neuen Zuhause für die Affen in anderen europäischen Zoos. Die Türen blieben jedoch geschlossen.

Während im Herbst noch sechs Tiere umziehen konnten, fand sich für die nun getöteten zehn Dscheladas kein einziger Platz.

Nach reiflicher Überlegung wählte der Zoo jene Affen aus, die für das langfristige Überleben der gesamten Population am wenigsten «entscheidend» waren – eine kühle Rechnung.

Die Tiere wurden betäubt und sanft eingeschläfert.

Ihr Tod soll jedoch nicht ganz umsonst gewesen sein: Ihre Körper wurden der Forschung übergeben, damit Wissenschaftler mehr über diese bedrohte Art aus dem äthiopischen Hochland lernen können.

Laut dem Zoo sind solche Tötungen im Artenmanagement manchmal unumgänglich.

Um die Art als Ganzes zu retten und gesunde Bestände zu sichern, müsse manchmal das Leben Einzelner geopfert werden. Der Zoo informiert jeweils monatlich auf seine Website darüber.

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Kommentare

User #4959 (nicht angemeldet)

Warum bitte kastriert man die Affen nicht rechtzeitig, die nicht für die weitere Zucht genommen werden? Das Töten einer bedrohten Art zeigt zum wiederholten Male, dass Tiere dort nicht sicher sind, sondern getötet werden, weil sie nicht mehr in die Gruppe passen wegen ihres hohen Alters oder weil sie Auffälligkeiten zeigen. Nochmals zur Erinnerung: Es heißt Artenchutz und nicht Artenausrottumg! Man kann diese fadenscheinheiligen Gründe für die Tötung nicht mehr hören! Meidet bitte Zoos, die nur ein Interesse haben, schwatze Zahlen zu schreiben durch eure Eintrittspreise usw.

User #8200 (nicht angemeldet)

Sicher nicht schön. Aber das jeden Tag tausende von Tieren für das Essen der Menschen geschlachtet werden das interessiert glaube ich niemanden. Wenn es aber um Wildtiere geht machen viele so einen Aufschrei. Es ist natürlich das Gruppen zu gross werden können.Und ich glaube das ein Zoo keine Tiere einfach so töten würde. Nicht Motzen sich selber an der Nase nehmen. Die meisten Essen Fleisch und niemanden denkt daran das diese Tiere gelebt haben und bei Leibe nicht so ein schönes Artengerechtes Leben wie Zootiete es haben. Trotz nicht immer in Freiheitlichen umstand

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