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    Zoo Zürich kassiert nach Affen-Tötung Strafanzeige von Peta

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Der Zoo Zürich liess zehn Dscheladas töten, um eine zu grosse Gruppe zu stabilisieren. Nun reagiert die Tierschutzorganisation Peta mit einer Strafanzeige.

    Zoo Zürich
    Eine Gruppe von Dschelada-Affen im Zoo Zürich. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Zoo Zürich tötet letzte Woche zehn Dscheladas.
    • Peta hat nun eine Strafanzeige gegen Zoodirektor Severin Dressen angekündigt.
    • Der Zoo spricht von nötigem Artenmanagement wegen der instabilen Gruppe.

    Nachdem der Zoo Zürich letzte Woche zehn Dscheladas unterschiedlichen Alters töten liess, liessen negative Reaktionen nicht lange auf sich warten.

    Die Tierschutzorganisation Peta Deutschland kündigte am Dienstag in einer Mitteilung gar eine Strafanzeige gegen Zoodirektor Severin Dressen an.

    Was die Zooleitung als notwendiges «Artenmanagement» zur Stabilisierung des zu gross gewordenen Clans bezeichnete, sorgte bei Tierschützern teils für Entsetzen.

    Laut Zoodirektor Severin Dressen war die Massnahme nötig, da trotz intensiver Suche keine Abgabeplätze in anderen europäischen Zoos gefunden werden konnten und die Gruppendynamik im 48 Tiere starken Clan zunehmend instabil wurde.

    Tierschützer sprechen von Willkür und Systemversagen

    Peta wirft dem Zoo vor, gesunde Tiere aus «reiner Willkür» getötet zu haben, nur weil sie keinen Platz mehr hatten. Für die Organisation ist das Vorgehen ein Armutszeugnis: Man dürfe Tiere nicht «produzieren», um sie später wie Abfall zu entsorgen.

    Peta fordert daher ein konsequentes Zuchtverbot, um den Nachschub an sogenannten «Überschuss-Tieren» zu stoppen.

    Sind Zoos in der heutigen Zeit noch vertretbar?

    Ähnlich äusserte sich die Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Sie kritisierte, dass das Töten von Tieren im Zoo Zürich zur «gelebten Praxis» geworden sei. Pro Wildlife sieht darin ein systemisches Versagen der Zooplanung.

    Dass Tiere getötet werden, weil das System überlastet ist, sei aus Sicht des modernen Artenschutzes nicht akzeptabel.

    Zoo verteidigt Vorgehen mit Sozialstruktur der Tiere

    Wie der Zoo bereits am Montag mitteilte, ist Verhütung Bestandteil des Artenmangements.

    Eine dauerhafte Unterbindung der Fortpflanzung durch Kastration oder hormonelle Verhütung sei jedoch keine alleinige Lösung, da das Aufziehen von Jungtieren für die hochsozialen Dscheladas ein «elementares Grundbedürfnis» darstelle.

    Würde man diesen natürlichen Prozess unterdrücken, ginge den Tieren ein wesentlicher Teil ihrer arttypischen Beschäftigung und ihres Sozialverhaltens verloren.

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    Kommentare

    User #2093 (nicht verifiziert)

    Als Tierfreund kann ich in keiner Weise PETA unterstützen. Sie suchen sich interessante Medienmeldungen, um ihre Spenden zu generieren und im Gespräch zu bleiben. Man erinnere sich an das Affen-Selfie, das einen Fotografen fast in den Ruin brachte, weil das Bild einen jahrelangen Rechtsstreit darüber auslöste, wem die Bildrechte gehören. Der Affe hatte das Bild mit geklauter Kamera selber geschossen. Wenn eine PETA mit Spendengeldern nichts anderes zu tun hat, kann sie nicht ernst genommen werden.

    User #784 (nicht angemeldet)

    Wieso hat kein Tierschutz, Verband, sich gefragt, warum Zoo Zürich Affenart tötet, selten Art, zu Viele wurden, plant Gehege? Halt ein Zuchtverbot gibt. -All Tiere im Zoo genug Platz sich zu bewegen, beschäftigt sind, Tierpfleger Job gerne tun.

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