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    «Unerklärlich»: SP-Masshardt will Antworten zu Gift in Babymilch

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Gift in Babymilch: Der Bundesrat soll klären, weshalb in der Schweiz alles etwas länger dauerte – der Produkte-Rückruf und die Information besorgter Eltern.

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    Gift in Babymilch: Nationalrätin Nadine Masshardt (SP/BE) will Antworten vom Bundesrat. - Nau.ch / Matthias Bärlocher

    Das Wichtigste in Kürze

    • Diverse Hersteller mussten in den letzten Wochen Babynahrung zurückrufen.
    • Nationalrätin Masshardt (SP/BE) will wissen, warum in der Schweiz alles länger dauerte.
    • Nun soll der Bundesrat Stellung nehmen und informieren.

    Der während Wochen und Monaten andauernde Skandal um verunreinigte Säuglingsnahrung wirft weiterhin Fragen auf. Nun gelangt die Berner SP-Nationalrätin Nadine Masshardt damit auch an den Bundesrat.

    Ein vor allem Milchpulver zugesetztes Öl enthielt den Giftstoff Cereulid. Produkte verschiedener Hersteller mussten danach zurückgerufen werden. In Frankreich wurden drei Todesfälle bei Säuglingen gemeldet, die im Zusammenhang mit Cereulid stehen könnten.

    Konzerne und Behörden im Visier

    Denn nicht nur die Lebensmittelkonzerne, auch die Behörden hätten sich nicht gerade optimal verhalten, sagt Masshardt. «Einerseits ist es unerklärlich, wieso es so lange ging, bis die Konzerne die entsprechenden Produkte vom Markt nahmen. Andererseits führte auch die fehlende Kommunikation der Behörden zu Unsicherheit», so Masshardt.

    Baby Nahrung
    Hat mein Kind verunreinigtes Milchpulver getrunken? Diese Frage beschäftigt viele Eltern von Babys in der Schweiz. - keystone

    Der Handlungsbedarf sei da, betont die Nationalrätin, die auch Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz ist.

    «Gerade, weil es bei den Babys um die vulnerabelsten Konsumentinnen und Konsumenten geht. Umso wichtiger ist es, dass man genau hinschaut, transparent informiert und rasch handelt, wenn es zu einem solchen Fall kommt.»

    Warum dauert alles etwas länger?

    Die grosse Sorge der Eltern sei absolut berechtigt gewesen, betont Masshardt. «Anfang Dezember konnte man erstmals darüber lesen. Es ging dann aber bis Anfang Januar, bis die Nestlé-Produkte vom Markt genommen wurden. Bei Danone ging es gar noch viel länger.»

    Fühlst du dich ausreichend über die Rückrufe von Babynahrung informiert?

    Deshalb will sie nun per Interpellation vom Bundesrat wissen: Sind die gesetzlichen Vorgaben für die Lebensmittelkonzerne zu wenig streng – oder wurden sie zu wenig befolgt? Auch warum die Rückrufe und die Information der Behörden später als in anderen Ländern erfolgte, soll der Bundesrat beantworten.

    Nicht zuletzt stellt Masshardt auch die Frage nach den Konsequenzen für die Hersteller, sollten sich diese nicht regelkonform verhalten haben.

    Die Interpellation hat im Nationalrat intakte Chancen. In den letzten Tagen wurden aus verschiedenen Parteien gleich vier weitere Vorstösse mit Fragen zu Cereulid eingereicht: von Corina Gredig (GLP/ZH), Simon Stadler (M/UR) und Sophie Michaud Gigon (GPS/VD).

    Kommentare

    User #2536 (nicht angemeldet)

    Babymilch? Warum heisst das so? Da sind ja gar keine Babys drin! Etikettenschwindel!!

    Luxy-1

    Antwort: Weil das BAG nicht effizient arbeitet

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