UN: Mehr zivile Opfer durch Drohnenangriffe in der Ukraine

Keystone-SDA
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Genève,

Das UN-Menschenrechtsbüro bezeichnet die wachsende Zahl von zivilen Opfern bei russischen Angriffen in der Ukraine als «schockierend». Besonders auffällig sei der Anstieg von Attacken mit Drohnen, die über Videobrillen gesteuert werden, sagte die Leiterin des Büros in der Ukraine, Danielle Bell.

ARCHIV - Auf diesem Foto, das vom Pressedienst der 93. eigenständigen mechanisierten Brigade «Kholodnyi Yar» der Ukraine zur Verfügung gestellt wurde und am Mittwoch, dem 15. Juli 2...
ARCHIV - Auf diesem Foto, das vom Pressedienst der 93. eigenständigen mechanisierten Brigade «Kholodnyi Yar» der Ukraine zur Verfügung gestellt wurde und am Mittwoch, dem 15. Juli 2... - Keystone/Ukrainian 93rd Mechanized brigade/Iryna Rybakova

Insgesamt seien durch russische Angriffe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 37 Prozent mehr Menschen getötet oder verletzt worden als im selben Zeitraum 2025. Das Büro registrierte knapp 1.400 Tote und knapp 8.000 Verletzte. Es listet nur selbst verifizierte Todes- und Verletztenmeldungen auf.

Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2024 waren es fast doppelt so viele Opfer wie in diesem Jahr bis Ende Juni. Zivilisten und zivile Infrastruktur seien unter dem Völkerrecht geschützt; absichtliche Angriffe stellten ein Kriegsverbrechen dar, sagte der Sprecher des Büros in Genf.

In den ersten sechs Monaten seien durch Angriffe mit Drohnen, die über Videobrillen gesteuert werden, 2.800 Menschen getötet oder verletzt worden – 65 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. In vielen Grenzgebieten sei ein Gang zum Markt, mit dem Hund Gassi zu gehen, und Gärten und Felder zu bewässern lebensgefährlich geworden.

In der Region Kuschuhum würden nur noch drei bis fünf Hektar Agrarfläche pro Tag abgeerntet statt vorher 30, weil die Bauern fürchten, Ziel solcher Angriffe zu werden, sagte Bell. Die Polizei bilde in mehreren Städten Experten aus, die Bauern oder Arbeiter, die Infrastruktur reparieren, vor solchen Angriffen schützen sollen, etwa durch Abschuss oder Weglenkung einer Drohne.

Der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf sprach auch die zivilen Opfer in Russland an, etwa durch jüngste ukrainische Drohnenangriffe auf Logistikzentren der Privatfirma Wildberries unter anderem in der Region Moskau.

Das Büro hat aber keinen Zugang zu Russland und kann sich deshalb nur auf öffentlich zugängliche Informationen berufen. Nach diesen Quellen seien bei ukrainischen Angriffen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 250 Menschen umgekommen und knapp 1.600 verletzt worden, sagte Bell. Das sei ein Anstieg um 121 Prozent gegenüber dem selben Zeitraum 2025.

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Kommentare

User #4770 (nicht angemeldet)

In Russland gibts natürlich keine zivilen Opfer, da sind alles Strohpuppen.

User #5999 (nicht angemeldet)

Ich hoffe die russen gewinnen, dann ist endlich Ruhe .

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