WHO: Mehr Fahrzeuge, weniger Verkehrstote weltweit
Mit dem Boom von Lieferdiensten hat sich die Zahl der Motorräder weltweit zwischen 2011 und 2025 mehr als verdreifacht, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Sie machen in der Statistik der Strassenunfälle mit Opfern inzwischen fast ein Drittel aus. 2011 seien es noch 23 Prozent gewesen, so die WHO.
Insgesamt kamen demnach im Jahr 2025 rund 1,16 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, zwischen 20 und 50 Millionen Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Zahl der Todesopfer sei seit 2011 um 21 Prozent zurückgegangen, obwohl in diesem Zeitraum mehr als eine Milliarde Fahrzeuge neu auf die Strassen gekommen seien, so die WHO.
Das sei auf Sicherheits- und Schutzvorschriften zurückzuführen, darunter Tempolimits. Verkehrsunfälle sind dennoch weiterhin die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 29 Jahren.
Besonders gefährdet sind Menschen, die nicht im Auto sitzen: Mehr als die Hälfte aller Verkehrstoten sind Fussgänger, Radfahrer oder Motorradfahrer. Der Helm könne bei Motorradfahrern das Risiko eines tödlichen Unfalls um mehr als das Sechsfache verringern.
«Wir wissen, was funktioniert – strenge Gesetze und deren konsequente Durchsetzung, eine sichere Infrastruktur und sichere Fahrzeuge, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Senkung der Geschwindigkeit und der Bekämpfung des Fahrens unter Alkoholeinfluss liegt», sagte der zuständige WHO-Direktor Etienne Krug. Die UN-Mitgliedsländer haben sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Todesfälle und schweren Verletzungen im Strassenverkehr zwischen 2021 und 2030 um 50 Prozent zu reduzieren.














