Im Bundeshaus mehren sich Gerüchte, wonach Finanzminister Ueli Maurer (SVP) in Bälde zurücktritt. Der Zeitpunkt wäre ideal.
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Bundesrat Ueli Maurer spricht an einer Medienkonferenz in Bern. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Bundesbern machen Gerüchte die Runde, wonach Ueli Maurer bald zurücktritt.
  • Der Finanzminister ist 70 und längst nicht mit allen Bundesratsentscheiden einverstanden.
  • Seit Jahren wird über einen möglichen Abgang spekuliert.

Seit fast zwölf Jahren sitzt der 70-jährige Ueli Maurer mittlerweile im Bundesrat. Dabei strotzt der fitte Zürcher noch immer vor Tatendrang. Highlight der jüngsten Zeit: Ein praktisch über Nacht gebasteltes Rettungspaket für Schweizer Firmen, die unter der Covid-Krise leiden.

Immer wieder liess der Finanzminister jüngst aber seine Unzufriedenheit mit den Covid-Massnahmen durchblicken. So wetterte er kürzlich, dass der Bundesrat die Macht geniesse und sie nicht wieder abgeben wolle.

Nun mehren sich in der Wandelhalle die Gerüchte, wonach Ueli Maurer genau das schon bald tun wolle. Ein Rücktritt stehe wohl kurz bevor, monieren auch Parteikollegen. Morgen Freitag gilt als mögliche Option.

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Bundesrat Ueli Maurer vor dem Bundeshaus. - Keystone

Ueli Maurer: Abgang in der Legislatur-Mitte?

Sicher ist: Es ist nicht das erste Mal, dass derartige Theorien die Runde machen. Schliesslich befindet sich Maurer längst im Rentneralter und ist das amtsälteste Mitglied der Landesregierung. Doch er belehrte stets alle eines Besseren und verharrte eisern auf seinem Sitz.

Jedoch ist kaum von der Hand zu weisen, dass der Zeitpunkt für einen Wechsel im Bundesrat günstig ist. Die Schweiz befindet sich in der Mitte der Legislatur, sein Nachfolger hätte so genug Zeit, sich bis zu den nächsten Wahlen einzuarbeiten.

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Ueli Maureran einer Pressekonferenz des Bundes. - Keystone

Gleichzeitig scheint der schlimmste Teil der Corona-Krise überwunden, die Staatskasse würde der Säckelmeister in verhältnismässig solidem Zustand übergeben.

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