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Ständerat will bessere Ausbildung von Assistenzhunden

Keystone-SDA
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Bern,

Der Ständerat will, dass in der Schweiz Assistenzhunde-Ausbilder künftig ein Zertifikat besitzen müssen, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.

Hund, Rollstuhl im Hintergrund
Ein Assistenzhund begleitet eine Person im Rollstuhl – künftig sollen alle Ausbilder in der Schweiz zertifiziert sein. (Symbolbild) - Depositphotos

Wer in der Schweiz sogenannte Assistenzhunde ausbildet, soll künftig zwingend über ein Zertifikat verfügen müssen. Das will der Ständerat. Er hat am Montag eine entsprechende Motion gutgeheissen.

Die steigende Nachfrage nach diesen speziell ausgebildeten Hunden führe dazu, dass es immer mehr Ausbildungsstätten gebe – häufig jedoch ohne die nötigen Qualifikationen. Das schrieb der Autor des vom Ständerat angenommenen Vorstosses, Pascal Broulis (FDP/VD).

Eine Zertifizierung erhöhe die öffentliche Sicherheit, indem ungeeignete Hunde aus dem öffentlichen Raum ferngehalten würden. Und sie gewährleiste eine Unterstützung von hoher Qualität für Menschen mit Behinderungen, argumentierte Broulis.

Bundesrat unterstützt strengere Regelung

Der Bundesrat beantragte ein Ja zur Motion, welche die kleine Kammer stillschweigend guthiess. Sie geht nun in den Nationalrat.

Im März 2024 hatte der Ständerat bereits ein Postulat von Brigitte Häberli-Koller (Mitte/TG) an den Bundesrat überwiesen. Auch sie schrieb, heute folgten nur wenige Schweizer Ausbildungsstätten für Assistenzhunde den international anerkannten Richtlinien der Assistance Dogs International ADI.

Zu diesem Postulat beantragte der Bundesrat noch Ablehnung. Ihm lägen keine Hinweise auf konkrete Probleme beim Einsatz der Assistenzhunde vor, schrieb er in seiner Antwort von Mai 2024 auf das Postulat.

Einsatzgebiete von Assistenzhunden

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sagte nun am Montag im Ständerat, die Landesregierung sei zum Schluss gekommen, dass eine Regulierung angezeigt sei. Allerdings strebe der Bundesrat eine schlanke Gesetzgebung an.

Assistenzhunde kommen etwa bei Personen zum Einsatz, welche epileptische Anfälle haben. Diese Epilepsiewarnhunde, auch Epidogs genannt, spüren und riechen die ersten Anzeichen, bevor ein Anfall auftritt. Auch bei von Autismus betroffenen Kindern kommen Assistenzhunde zum Einsatz.

Kommentare

User #4701 (nicht angemeldet)

Wieder eine Geldmacherei mehr für eine Lobby! Hauptsache es braucht für Politiker kein Zertifikat und Fähigkeitszeugnis, gelle!

User #5384 (nicht angemeldet)

Verteuert alles nur das Leben der arbeitenden Bevölkerung

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