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    Ständerat weiterhin gegen eigenständige Sanktionen

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    Bern,

    Der Ständerat will weiterhin keine eigenständigen Sanktionen. Das Geschäft geht somit zurück an den Nationalrat.

    «Stoppt die Geschäfte mit Russland!», fordert eine Demonstrantin im März in Lausanne. Durch den Ukraine-Krieg hat das Thema Sanktionen an Brisanz gewonnen. (Archivbild)
    «Stoppt die Geschäfte mit Russland!», fordert eine Demonstrantin im März in Lausanne. Durch den Ukraine-Krieg hat das Thema Sanktionen an Brisanz gewonnen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Ständerat ist gegen das eigenständige Verhängen von Sanktionen.
    • Am Montag bekräftigte die kleine Kammer einen entsprechenden Beschluss.
    • Jetzt geht das Geschäft zurück an den Nationalrat.

    Der Ständerat ist nach wie vor gegen einen Paradigmenwechsel in der Schweizer Sanktionspolitik. Der Bundesrat soll auch künftig keine eigenständigen Strafmassnahmen verhängen können. Die kleine Kammer bekräftigte am Montag einen entsprechenden Beschluss.

    Bei der Beratung der letzten verbliebenen Differenz zum Nationalrat folgte der Ständerat mit 29 zu 12 Stimmen bei einer Enthaltung dem Antrag der Mehrheit seiner Aussenpolitischen Kommission (APK-S) und des Bundesrats. Auch die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (Sik-S) hatte sich in einem Mitbericht gegen eigenständige Sanktionen ausgesprochen.

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    Der Ständeratssaal während einer Session. (Archivbild) - keystone

    Das Geschäft geht damit zurück an den Nationalrat. Dieser hatte sich im Juni vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dafür ausgesprochen, dass die Schweiz Personen und Entitäten, etwa Unternehmen, die an schwerwiegenden Verletzungen des humanitären Völkerrechts oder der Menschenrechte beteiligt sind, eigenständig sanktionieren kann. Der Ständerat hatte dies noch vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs, im Sommer 2021, bereits einmal abgelehnt.

    Bundesrat will keine eigenständigen Sanktionen

    Heute kann die Schweiz nur Sanktionen der Uno, der EU oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) übernehmen. Gestützt auf das Embargogesetz werden diese durchgesetzt.

    Der Bundesrat war gegen eigenständige Sanktionen. Die wenigen Vorteile stünden in keinem Verhältnis zu den massiven Nachteilen, warnte Wirtschaftsminister Guy Parmelin in der Ständeratsdebatte. Es wäre mit Gegenmassnahmen und grossem Aufwand zu rechnen - für Strafmassnahmen mit minimaler Wirkung.

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