SP: Flavia Wasserfallen will Gratis-Corona-Tests in Quarantäne

    Nick Mäder
    Nick Mäder

    Bern,

    Wer die Quarantäne verkürzen will, muss den notwendigen Corona-Test selber zahlen. Flavia Wasserfallen, Nationalrätin der SP, hat dafür kein Verständnis.

    Coronavirus
    Eine Frau lässt sich auf das Coronavirus testen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bund übernimmt neu die Kosten für Corona-Tests an Personen ohne Symptome.
    • Die Testkosten für eine Quarantäne-Verkürzung müssen hingegen selber bezahlt werden.
    • Nationalrätin Flavia Wasserfallen will die Gratis-Tests noch weiter ausdehnen.

    Laut einer Mitteilung des Bundes findet mehr als die Hälfte aller Corona-Übertragungen durch Personen ohne Symptome statt. Der Bundesrat greift deshalb zu einer neuen Teststrategie.

    Neu sollen vermehrt asymptomatische Personen auf das Coronavirus getestet werden, wofür der Bund auch die Kosten übernimmt. Diese Strategie soll in Alters- und Pflegeheimen, Hotels und am Arbeitsplatz angewendet werden.

    Flavia Wasserfallen erfreut über neue Teststrategie

    Mit der Kostenübernahme soll der Anreiz für solche Tests erhöht werden, schreibt der Bund. Sehr zur Freude von SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen: «Eine Erweiterung der Teststrategie ist zur Eindämmung der Pandemie zentral», sagt die Gesundheitspolitikerin auf Anfrage von Nau.ch.

    SP Flavia Wasserfallen
    SP: Flavia Wasserfallen ist über die neue Teststrategie des Bundes erfreut. - Keystone

    Deshalb sei es auch richtig, dass der Bund neu die Kosten für Tests an Personen ohne Symptome übernimmt. «Massentests in Altersheimen können helfen, dass ältere Menschen in Heimen nicht isoliert werden und Besuch empfangen können», so die SP-Politikerin.

    Auch an Schulen könne die erweiterte Teststrategie dazu beitragen, lokale Infektionsausbrüche frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. «Das hilft, dass die Schulen offen bleiben können», sagt Wasserfallen.

    SP fordert Gratis-Tests auch für Quarantäne-Kürzungen

    Nebst der neuen Teststrategie hat der Bundesrat auch die bisherige Regelung der Kontaktquarantäne angepasst. Neu kann die Quarantäne vorzeitig beendet werden, sofern ab dem 7. Tag ein negatives Testresultat vorgewiesen werden kann. Für Wasserfallen ist das «eine gute Nachricht».

    Alain Berset Coronavirus
    Coronavirus: Bei künftigen Lockerungen der Corona-Massnahmen spielt der R-Wert für den Bundesrat eine mitentscheidende Rolle. - keystone

    Was die Bernerin aber stört, sind die Testkosten, die von der Person in Quarantäne selber getragen werden müssen. Schliesslich hätten Arbeitnehmende, die nicht im Homeoffice arbeiten können, zum Teil tiefere Löhne und seien dem Virus stärker ausgesetzt. Zudem ständen sie unter dem Druck der Arbeitgebenden, möglichst bald zur Arbeit zurückzukehren, erklärt Wasserfallen.

    «Es ist deshalb nicht verständlich, weshalb sie dafür zur Kasse gebeten werden. Es ist im Interesse aller, dass auch diese Testkosten übernommen werden», findet die SP-Nationalrätin.

    Soll der Bund für Tests aufkommen, damit die Quarantäne verkürzt wird?

    Damit die Kostenfrage der Corona-Tests möglichst bald korrigiert werden kann, will Wasserfallen auf politischer Ebene vorgehen. Sie werde nächste Woche einen entsprechenden Antrag in der Gesundheitskommission einbringen.

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