So will Rösti Hitze & Trockenheit abfedern
Der Bundesrat hat erste Entscheide für Massnahmen und deren Finanzierung getroffen. Im Herbst sollen weitere Massnahmen folgen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Bundesrat unterstützt Massnahmen im Wald und stellt Kredite für Bauern zur Verfügung.
- Die Lage soll weiter beobachtet werden.
- Ende Oktober will der Bundesrat entscheiden, ob weitere Massnahmen nötig sind.
Der Hitzesommer mit den fast fliessend ineinander übergehenden Hitzewellen stellt auch den Bundesrat vor Herausforderungen. Teilweise haben Umweltminister Albert Rösti und seine Bundesämter bereits reagiert oder zumindest Massnahmen in Aussicht gestellt.
Verschiedene Betroffene haben Forderungen aufgestellt. Allen voran die Landwirtschaft, die um die Ernte bangt und die kaum noch Futter für die Kühe auftreiben kann. Aber auch etwa die Waldbesitzer oder der Städteverband, der einen nationalen Aktionsplan fordert.
Nun hat der Bundesrat konkrete Entscheide zu Massnahmen und deren Finanzierung gefällt. Bundesrat Rösti stellt diese vor.
70 Mio. Franken und eine Aussprache
Der Bundesrat habe heute auch eine Aussprache zur aktuellen Lage und zu künftigen Entwicklungen sowie zu möglichen zusätzlichen Massnahmen geführt. Denn: Noch nie seit Messbeginn habe es in der Schweiz bis Mitte August so wenig geregnet wie im Sommer 2026.
Die Hitzewelle habe die anhaltende Trockenheit zusätzlich verschärft. Mit Folgen für die Bevölkerung, die Umwelt sowie verschiedene Wirtschafts- und Lebensbereiche wie Landwirtschaft, Wälder, Schifffahrt und Stromproduktion.
Der Bundesrat beantragt deshalb 17,5 Millionen Franken zusätzlich für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel. Dabei soll es nicht bleiben: Ab 2028 soll das Departement Uvek von Albert Rösti jährlich zusätzliche Mittel in gleicher Höhe beantragen können.
Mit 54 Millionen Franken sollen die Bauern unterstützt werden. Das Geld wird im Rahmen der sogenannten Betriebshilfe zur Verfügung stehen. Mit diesen zinslosen Krediten unterstützt der Bund die landwirtschaftlichen Betriebe dabei, durch die Trockenheit verursachte Liquiditätsengpässe zu überbrücken.
Lage wird verfolgt, Entscheide im Herbst
Der Bundesrat will sich offenbar vorbehalten, noch weitere Gelder zu sprechen – doch dies soll im Oktober entschieden werden. Das Uvek soll zusammen mit dem WBF, dem EDI und dem VBS die Entwicklung der Lage weiter verfolgen. Diese Departemente prüfen dann im Ende Oktober, ob weitere Massnahmen zum Umgang mit Hitze und Trockenheit notwendig sind.

Das EDI wird zudem prüfen, wie landesweit einheitliche Hitzekarten und Worst-Case Analysen umgesetzt werden können. Auch Massnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und für das Tierwohl werden evaluiert.
Das UVEK ist beauftragt, einen runden Tisch zu spezifischen Landwirtschaftsthemen zu organisieren. In Zusammenarbeit mit dem EDI und dem VBS soll es eine Weiterentwicklung der bestehenden Trockenheitsplattform prüfen.
















