Journalist nach einer Woche in Belarus zurück in Polen
Ein prominenter polnischstämmiger Journalist aus Belarus, der bei einem von den USA vermittelten Gefangenenaustausch freigelassen wurde, ist nach einer Reise in sein Heimatland wieder unbeschadet ins polnische Exil zurückgekehrt.

Andrzej Poczobut veröffentlichte auf dem Portal X ein Video davon, wie er mit dem Auto am polnischen Grenzübergang vorfuhr.
Vor einer Woche hatte Poczobut Polen Richtung Belarus verlassen. Der 53 Jahre alte Journalist gehört zur polnischen Minderheit in der einstigen Sowjetrepublik. Er hatte viele Jahre für die polnische Tageszeitung «Gazeta Wyborcza» aus dem autoritär regierten Land berichtet. Im Frühjahr 2021 wurde er festgenommen und blieb danach in Haft. Im Juli 2023 wurde er zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt; der Prozess galt als politisch motiviert.
Ende April war Poczobut im Rahmen eines unter Vermittlung des US-Unterhändlers John Coale zustande gekommenen Gefangenenaustausches freigelassen worden. Insgesamt wurden damals nach Angaben der staatlichen belarussischen Agentur Belta neun Gefangene ausgetauscht.
Gleich bei seiner Ankunft in Polen hatte der von den harten Haftbedingungen schwer gezeichnete Journalist betont, dass er die Rückkehr in sein Land plane. Während seines einwöchigen Aufenthalts traf er sich nun mit Vertretern der polnischen Minderheit sowie mit seinem Vater, den er seit seiner Festnahme 2021 nicht mehr gesehen hatte. Poczobut kündigte weitere Reisen nach Belarus an.










