Nationalrat will Transparenz über CO2-Ausstoss von Flügen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Nationalrat will mehr Transparenz bei Flügen: Fluggesellschaften und Reiseagenturen sollen die CO2-Emissionen den Kunden offenlegen.

    Flugzeug A220 Swiss
    Ein Flugzeug des Typs A220-300 der Fluggesellschaft Swiss hebt ab. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kunden sollen mehr Transparenz über die CO2-Emissionen von Flügen erhalten.
    • Der Nationalrat hat eine entsprechende FDP-Motion mit 121 zu 63 Stimmen unterstützt.
    • Der Bundesrat erklärte sich damit einverstanden – das Anliegen geht nun an den Ständerat.

    Fluggesellschaften und Reiseagenturen sollen ihren Kunden offenlegen, wie viel CO2 durch die von ihnen gebuchten Flüge in die Umwelt gelangt. Der Nationalrat hat am Donnerstag eine Motion aus den Reihen der FDP mit 121 zu 63 Stimmen unterstützt.

    jacques bourgeois
    Der Fribourger FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois. - Keystone

    Motionär Jacques Bourgeois (FDP/FR) begründete seinen Vorstoss damit, dass Flugreisende «in Kenntnis der Sachlage» über Massnahmen entscheiden könnten, den CO2-Ausstoss zu kompensieren. Der Bundesrat erklärte sich mit dem Anliegen einverstanden.

    Sommaruga: «Transparenz wirkt immer»

    Emissionsrechner gebe es zwar bereits, aber mit unterschiedlicher Methodik, schrieb er in seiner Stellungnahme. Die Regierung sei dazu bereit, mit den Fluggesellschaften eine wissenschaftlich basierte Berechnungsgrundlage zu erarbeiten. «Transparenz wirkt immer», sagte Umweltministerin Simonetta Sommaruga.

    Die Nein-Stimmen kamen von der SVP. Ihr Sprecher Thomas Hurter (SH), Präsident von Aerosuisse, lehnt die Motion ab. Man könne sich bereits über die Flug-Emissionen informieren, sagte er. Dabei erhalte man aber immer nur Annäherungswerte, die vom Flugzeugtyp oder dem Wetter abhingen.

    thomas hurter
    Der Schaffhauser SVP-Nationalrat stellte sich gegen die Motion. (Archivbild) - Keystone

    Er forderte ein globales System, denn: «Wie wollen Sie die Amerikaner oder Chinesen zwingen, die Daten zu liefern, wenn Sie in die Schweiz fliegen?» Auch Umwegflüge erfasse das System nicht, und für das Klima bringe der Vorstoss gar nichts.

    Die Motion geht nun an den Ständerat.

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