Nationalrat

Nationalrat lehnt neue nationale Regeln im Umgang mit Feuerwerk ab

Keystone-SDA
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Bern,

Das Sprengstoffgesetz wird vorderhand nicht mit neuen Regeln zum Umgang mit Feuerwerk ergänzt. Der Nationalrat hat am Freitag in der Schlussabstimmung den Gegenvorschlag zur Feuerwerksinitiative abgelehnt. Die Initiative könnte damit alleine zur Abstimmung kommen.

Das Parlament konnte sich bei der Beratung der Feuerwerkinitiative schliesslich auf keinen mehrheitsfähigen Gegenvorschlag einigen. (Themenbild)
Das Parlament konnte sich bei der Beratung der Feuerwerkinitiative schliesslich auf keinen mehrheitsfähigen Gegenvorschlag einigen. (Themenbild) - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Mit 114 zu 79 Stimmen bei 6 Enthaltungen sagte die grosse Kammer im letzten Moment Nein zum Gegenentwurf. Damit ist die Vorlage gescheitert.

Geplant war, das Zünden von Böllern künftig schweizweit zu verbieten. Damit sollte die Lärmbelastung für Mensch und Tier verringert werden. Zudem hätten nur noch ungefährliche Feuerwerkskörper – und nur noch in geringen Mengen – persönlich in die Schweiz eingeführt werden dürfen.

Dem Trägerverein der Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk (Feuerwerksinitiative)» gingen die vom Parlament beschlossenen Regeln zu wenig weit. Sie kündigten an, an ihrem Begehren festzuhalten. In den nächsten Tagen wird das Initiativkomitee definitiv darüber entscheiden, ob das Begehren zurückgezogen oder zur Abstimmung gebracht werden soll.

Würde die Initiative angenommen, müsste das Parlament weitergehende Einschränkungen für den Verkauf und die Verwendung lärmerzeugender Feuerwerkskörper umsetzen. Das Anliegen geniesst gemäss Umfragen in der Bevölkerung einen grossen Rückhalt.

Kommentare

User #2629 (nicht angemeldet)

Nein mein Kommentar enthält keine Aufwiegelung zu "potenziell" gefährlichen oder belastenden Handlungen, dafür sorgen die Parlamentenarier schon selber!

User #1310 (nicht angemeldet)

Leider scheint es zunehmend notwendig zu sein. Bei der wachsenden Zahl an Menschen und den unterschiedlichen Interessen braucht es gewisse Regeln, Gesetze und manchmal auch Verbote, damit ein respektvolles Zusammenleben und ein gewisser Wohlstand für alle möglich bleiben. Wenn jeder nur noch macht, was ihm gerade passt, führt das nur immer häufiger zu Chaos, Konflikten, Rücksichtslosigkeit und letztlich auch Unzufriedenheit. Freiheit bedeutet nicht, dass jeder tun und lassen kann, was er will. Freiheit funktioniert nur, wenn auch Rücksicht und Verantwortung gegenüber anderen gelebt werden. Wo das immer weniger selbstverständlich ist, braucht es leider mehr Regeln, um das Zusammenleben für alle lebenswert zu halten.

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